Wirtschaft : Verdi: Die Fusion ist perfekt

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Die größte Fusion in der Geschichte der deutschen Gewerkschaften ist perfekt. Die beteiligten fünf Gewerkschaften unterschrieben am Montag in Berlin die Verschmelzungsurkunde für die vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Vor den rund 1000 Delegierten des Gründungskongresses begrüßte Bundespräsident Johannes Rau den Zusammenschluss. Verdi sei die folgerichtige Konsequenz aus zwei Entwicklungen: Dem Weg Deutschlands in die Dienstleistungsgesellschaft sowie "der gesellschaftlichen Tendenz, dass Einzelinteressen immer stärker in den Vordergrund drängen". Deshalb seien "die traditionellen großen Organisationen in unserer Gesellschaft wieder zu stärken", sagte der Bundespräsident. Gleichzeitig ermahnte Rau die Gewerkschaften: Sie müssten moderner werden "und sich der veränderten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Realitiät stellen". Der Verdi-Gründungskongreß im Berliner ICC wird heute mit der Wahl des Vorstands fortgesetzt. Als Vorsitzender der Gewerkschaft ist der bisherige ÖTV-Chef Frank Bsirske vorgesehen. Der Kongress endet am Mittwoch; dann steht unter anderem eine Rede des Bundeskanzlers auf dem Programm. Neben der ÖTV haben sich zu Verdi die Deutsche Angestellten-Gewerkschaft (DAG), die IG Medien, die Gewerkschaft Handel, Banken, Versicherungen (HBV) und die Postgewerkschaft zusammengeschlossen. Mit rund 2,8 Millionen Mitglieder aus rund 1000 Berufen ist Verdi die weltweit größte Gewerkschaft.

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