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Wegen BER-Verspätung : Lufthansa will Schadenersatz von Flughafengesellschaft

Die Lufthansa hofft, dass es wegen der Verschiebung des Starttermins für den Flughafen BER nicht zu nennenswerten Engpässen in ihrem Flugplan kommt. Fest steht jedoch, dass man der Flughafengesellschaft die Rechnung für den entstandenen Schaden zu präsentieren.

Die Lufthansa will Schadenersatz für den verschobenen Start am BER.
Die Lufthansa will Schadenersatz für den verschobenen Start am BER.Foto: dpa

Die Deutsche Lufthansa startet an diesem Sonntag in Tegel ihr erweitertes Hauptstadt-Angebot, das ursprünglich für den neuen Flughafen Berlin-Brandenburg vorgesehen war. Die Höhe des Schadens, der dem Konzern aufgrund der Verschiebung der BER-Eröffnung entstanden ist, wurde noch nicht ermittelt, sagte Vorstandschef Christoph Franz dem Tagesspiegel.

Das Debakel um den neuen Flughafen in Bildern
Ende August 2012 hatte der Regierende Bürgermeister und Aufsichtsratvorsitzende des BER, Klaus Wowereit, noch die Verantwortung für das Flughafen-Desaster übernommen. Am 24.05.2013 wies er jedoch eine persönliche Verantwortung für die mehrfache Verschiebung des Eröffnungstermins im BER-Untersuchungsausschuss des Abgeordnetenhauses von sich. Doch nun, Mitte Dezember ist sein Comeback als Aufsichtsrat sicher.Weitere Bilder anzeigen
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13.12.2013 10:52Ende August 2012 hatte der Regierende Bürgermeister und Aufsichtsratvorsitzende des BER, Klaus Wowereit, noch die Verantwortung...

Fest stehe jedoch, dass man der Flughafengesellschaft die Rechnung dafür präsentieren werde. „Wir haben die Zusage des Flughafens, unser deutlich erweitertes Programm in Tegel unterzubringen“, so der Lufthansa-Chef. Er hoffe, dass es nicht zu nennenswerten Engpässen komme. Was den neuen Eröffnungstermin betrifft, ist er „zuversichtlich, dass es zum 17. März funktioniert“. Es sei planungstechnisch sinnvoll, den Umzug mit dem Flugplanwechsel zu vollziehen. „Wir stellen uns darauf ein“, sagte Franz.

Auch gab sich der Vorstandsvorsitzende zuversichtlich, dass der Streit mit den Gewerkschaften um das neue Berlin-Engagement beigelegt werden kann. Wie berichtet gab es Proteste, weil die neuen Flugbegleiter nicht bei der Lufthansa direkt, sondern zu niedrigeren Gehältern bei einer Tochterfirma eingestellt werden. „Wir gehen davon aus, dass die Belegschaft mitziehen wird“, sagte Franz. Schließlich schaffe die Fluggesellschaft damit auch neue Arbeitsplätze in Berlin.

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