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Weitere Verhandlungen : Streik der Lufthansa-Flugbegleiter vorerst abgewendet

Die 18.000 Flugbegleiter der Lufthansa werden vorerst nicht streiken und weiter mit dem Konzern verhandeln. Wie die Flugbegleitergewerkschaft UFO am Donnerstag mitteilte, sollen „in den kommenden fünf Tagen“ weitere Gespräche laufen.

Der drohende Streik der Flugbegleiter der Lufthansa wurde erst mal abgewendet. Es wird weiter verhandelt.
Der drohende Streik der Flugbegleiter der Lufthansa wurde erst mal abgewendet. Es wird weiter verhandelt.Foto: dapd

Dies sei ein „letzter Versuch“ zu einer Einigung im Tarifstreit. Die Lufthansa habe UFO am frühen Mittwochabend ein neues Angebot im laufenden Tarifkonflikt übermittelt, teilte die Gewerkschaft mit. Dieses sei „erwartungsgemäß ein reines Spar- und Forderungspaket“ und somit „nicht verhandelbar“, erklärte UFO.

Jedoch habe die Lufthansa die Gewerkschaft in einem offenen Brief um „einen letzten Versuch einer ,großen Lösung' gebeten“, teilte UFO weiter mit. In dem Schreiben, das auch an die Belegschaft gerichtet gewesen sei, habe der Konzern „Missverständnisse“ im Umgang mit den Lösungvorschlägen der Gewerkschaft im Tarifkonflikt eingeräumt. Dieses Schreiben habe die Gewerkschaft überrascht, weswegen sie einen letzten Versuch zu einer Einigung „nicht auslassen“ wolle. Über ihr weiteres Vorgehen im Tarifkonflikt werde UFO nun am Dienstag informieren.

Im Tarifkonflikt mit UFO hatte die Lufthansa für Mittwoch ein neues Angebot angekündigt, in dem es nur noch um Fragen der Vergütung gehen sollte. Zuvor hatte die Flugbegleiter-Gewerkschaft vergangene Woche die Gespräche mit dem Konzern über das bisherige Verhandlungspaket für beendet erklärt und sich auf mögliche Streiks vorbereitet.

UFO forderte bislang fünf Prozent mehr Lohn für den Zeitraum von 15 Monaten. Daneben will die Gewerkschaft einen Verzicht auf Leiharbeit sowie Regelungen zu einer Beteiligung am Gewinn der Lufthansa. (AFP)

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