Wissen : Alzheimer: Rückschlag in der Therapie

Ein neuer Wirkstoff gegen Alzheimer hat in einer großen Studie der Phase 3 komplett versagt. Die von den Pharmafirmen Pfizer und Johnson & Johnson entwickelte Substanz Bapineuzumab gehört zu den monoklonalen Antikörpern. Sie ist gegen Eiweißablagerungen (Amyloid) im Gehirn von Alzheimer-Patienten gerichtet. „Es gab absolut keine Hinweise auf einen klinischen Nutzen, weder was die geistige Leistungsfähigkeit noch was das Funktionieren des Gehirns betraf“, teilte die Neurologin Reisa Sperling mit, eine der Studienleiterinnen. An der Untersuchung hatten 1100 Patienten teilgenommen, die alle Träger des Alzheimer-Risikogens ApoE4 waren. Möglicherweise profitieren Patienten ohne diese Genvariante eher von dem Wirkstoff. Eine Studie zu dieser Patientengruppe soll in den nächsten Wochen veröffentlicht werden, zwei weitere (jeweils mit und Risikogen) laufen noch. wez

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