• Zitty
  • Potsdamer Neueste Nachrichten
  • Berlin 030
  • Bootshandel
  • Qiez
  • zweitehand
  • twotickets
  • Berliner Köpfe
  • wetterdienst berlin

Andrang auf Unis in Berlin : Zehn Bewerbungen auf einen Studienplatz

25.07.2013 10:57 Uhrvon
Studierende vor der Rostlaube der Freien Universität. Foto: Doris Spiekermann-KlaasBild vergrößern
An die Uni. An der FU sind Psychologie und BWL besonders begehrt. - Foto: Doris Spiekermann-Klaas

Für die Hochschulen in Berlin haben sich zum Wintersemester zehntausende Abiturienten beworben. An der Freien Universität und an der Humboldt-Universität kommen fast zehn Bewerbungen auf einen Studienplatz.

Die Berliner Hochschulen bleiben bei Studienanfängern äußerst beliebt. An der Humboldt-Universität gingen zum Wintersemester 36 600 Bewerbungen für die Numerus-Clausus-Fächer im Bachelor ein, das sind nochmals rund 3000 mehr als im Vorjahr. Die Freie Universität erhielt 33 000 Bewerbungen für ihre grundständigen Studiengänge, was den Zahlen des Vorjahres entspricht. Für die Technische Universität gingen die Bewerbungen in den grundständigen NC-Fächern um einige hundert auf jetzt 13100 zurück, ebenso an der größten Berliner Fachhochschule, der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW), auf 10 300 Anmeldungen. Das ergibt eine Umfrage des Tagesspiegels.

Teilweise noch nicht ausgezählt sind die Bewerbungen aus dem Ausland. Die TU etwa erwartet hier weitere 500 Bewerbungen.

Die Zahl der Studieninteressierten übertrifft damit erneut weit die Zahl der Studienplätze. An der FU und an der HU kommen im Schnitt etwa zehn Bewerbungen auf einen Platz: Die FU bietet 4300 Studienplätze im Bachelor an, für die NC-Fächer der HU stehen 3300 Plätze zur Verfügung. Die TU bietet gut 2500 Plätze an, die HTW 2000.

Aus NRW drängt ein doppelter Abijahrgang an die Unis

Schon vor dem Bewerbungsschluss Mitte Juli hieß es, die Unis rechneten damit, dass der Andrang erneut das hohe Niveau der Vorjahre erreichen werde. Zwar hat in diesem Jahr in Berlin kein doppelter Abiturjahrgang mehr die Schulen verlassen. Allerdings hätten viele Abiturienten des Vorjahres zunächst ein Jahr ausgesetzt und wollten erst jetzt an die Uni, sagen Studienberater. Und in diesem Jahr drängen doppelte Abiturkohorten aus den großen Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Hessen an die Hochschulen. Das wirkt sich auch auf Berlin aus, gehört die Stadt doch traditionell zu den beliebtesten Studienorten in Deutschland.

Zu den nachgefragtesten Fächern gehörten an der FU wie an der HU erneut Psychologie, BWL und Jura. So erhielt die HU für die Psychologie fast 5000 Bewerbungen. Besonders beliebt sind an der HU auch Grundschulpädagogik und Sozialwissenschaften, an der FU Publizistik und Politik. Die attraktivsten TU-Fächer waren Wirtschaftsingenieurwesen und Architektur (1830/1171 Bewerbungen). An der HTW ist BWL am begehrtesten (2852 Bewerbungen). Andererseits gibt es auch NC-Fächer mit vergleichsweise geringer Nachfrage: Für die Evangelische Theologie der HU gab es nur rund 160 Bewerbungen.

Auch für Master-Fächer kommen mehr Bewerbungen

Für die NC-Fächer im weiterführenden Master stiegen die Zahlen an der HU, an der TU und an der HTW. An der FU läuft die Bewerbungsfrist teilweise noch.

Die Zahl der Bewerbungen sagt aber nur bedingt aus, wie viele Bewerber tatsächlich in Berlin einen Platz wollen. Viele Abiturienten bewerben sich nämlich an mehreren Hochschulen gleichzeitig, um ihre Chancen auf einen Platz in einem NC-Fach zu erhöhen.

Im August verschicken die Unis ihre ersten Zu- und Absagen. Dann wird sich zeigen, wie sich der NC entwickelt hat. Noch freie Studienplätze gibt es an den Berliner Unis in einigen Fächern ohne NC, für die sich Studienanfänger bis kurz vor Semesterstart unabhängig von der Abiturnote einschreiben können.

Tagesspiegel twittert

Folgen Sie unserer Wissen und Forschen Redaktion auf Twitter:

Kai Kupferschmidt:


Ralf Nestler:


Tilmann Warnecke:


Der Tagesspiegel im Sozialen Netz

Empfehlungen bei Facebook

Weitere Themen

Foto:

Dr. Dollars Diagnose und weitere Artikel aus unserem Gesundheit-Ressort.

Gesundheit