Antrag für Bundesinstitut eine Runde weiter : Berlin könnte das Internet erforschen

Fünf Standorte sind weiter im Rennen für ein nationales Internet-Institut - darunter auch Berlin.

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Leitung in die Zukunft.
Leitung in die Zukunft.Foto: Ole Spata/dpa

Die Chancen für ein nationales „Internet-Institut“ in Berlin steigen. Im Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung habe sich die Berliner Ideenskizze für solches Institut für Forschungsfragen der digitalen Gesellschaft in der ersten Runde durchgesetzt, teilte der Berliner Bundestagsabgeordnete Swen Schulz (SPD), Hauptberichterstatter für Bildung und Forschung im Haushaltsausschuss, mit.

Das Projekt wurde von einem Team um Gesche Joost, Professorin an der Universität der Künste und Leiterin des Design Research Lab eingereicht. Beteiligt sind das Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin (WZB), Humboldt-Universität, Freie Universität und Technische Universität, die Uni Potsdam sowie das Fraunhofer-Institut für offene Kommunikationssysteme (FOKUS).12325472

In der zweiten Wettbewerbsstufe sollen die Berliner Antragsteller nun ein fächerübergreifendes Konzept für den Aufbau des Instituts entwickeln. Neben Berlin sind München, Bochum, Hannover und Karlsruhe weiter im Rennen.

50 Millionen Euro stehen für das Internet-Institut bereit

Die Vorauswahl sei ein wichtiger Schritt zur Umsetzung der Digitalisierungsagenda des Berliner Senats, erklärt Schulz. Die Gründung des interdisziplinären Internet-Instituts gehört zum 10-Punkte-Plan des Regierenden Bürgermeisters, mit dem Berlin zur „digitalen Hauptstadt“ werden soll. Im Forschungshaushalt 2016 des Bundes sind laut Schulz für die Vorarbeiten für das Institut bereits zwei Millionen Euro eingestellt; in den kommenden fünf Jahren stünden insgesamt bis zu 50 Millionen Euro zur Verfügung.

Dass ein solches Institut mit Bundesmitteln geschaffen werden soll, hatten Union und SPD im Koalitionsvertrag vereinbart. Das Institut soll den digitalen Wandel erforschen; als mögliche Themen werden etwa die Zukunft der digitalen Arbeit und mögliche Beschäftigungseffekte sowie Werte und Recht in einer globalen digitalen Gesellschaft genannt.

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