Berliner Mathematik : Einstein-Stiftung übernimmt das Matheon

Berlin bleibt ein wichtiger Standort für mathematische Forschung, auch nachdem die überregionale Förderung für das Matheon Ende 2014 ausläuft. Das Matheon soll jetzt das erste "Einstein-Zentrum" der Einstein-Stiftung werden.

von

Das Forschungszentrum „Mathematik für Schlüsseltechnologien“ wird seit 2002 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Ab 2013 steigt wie geplant die Einstein-Stiftung in die Finanzierung ein, die Berliner Projekte der Spitzenforschung finanziert. Der Vorstand der Stiftung hat am 9. Mai beschlossen, das „EC Math“ (Einstein-Zentrum für Mathematik Berlin) mit acht Millionen Euro für die Jahre 2012 bis 2017 auszustatten, hieß es am Freitag. Von der DFG erhält das Matheon jährlich knapp sechs Millionen. Träger des neuen Zentrums bleiben wie bisher die Freie Universität, die Humboldt- und die Technische Universität sowie das Weierstraß- und das Zuse-Zentrum. Die von der Exzellenzinitiative geförderte Berlin Mathematical School, die eng mit dem Matheon kooperiert, wird Teil des neuen Zentrums, ebenso das Deutsche Zentrum für Lehrerbildung in der Mathematik (DZLM).

Wie das Matheon soll sich das „EC Math“ mit anwendungsorientierter Grundlagenforschung beschäftigen. Als künftige Themen werden klinische Forschung und Gesundheitsforschung, erneuerbare Energien, Infrastruktur von Metropolen und optische Technologien genannt. Die Einstein-Förderung startet Anfang 2013, der volle Mittelfluss soll im Juni 2014 einsetzen. Das „EC Math“ ist das erste Einstein-Zentrum, das die 2009 gegründete Berliner Stiftung gründet.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft gab am Freitag grünes Licht für ein weiteres mathematisches Vorhaben in Berlin: Sie fördert ein neues internationales Graduiertenkolleg an der Humboldt-Universität zum Thema „Modulräume und automorphe Formen in der Mathematik“. Das Promotionsprogramm wird von der DFG für zunächst 4,5 Jahre mit rund 1,8 Millionen Euro gefördert. Die HU kooperiert dabei mit den Universitäten Leiden und Amsterdam (Niederlande).

0 Kommentare

Neuester Kommentar