Wissen : Chemiker Ernst Otto Fischer ist tot

Ernst Otto Fischer, Nobelpreisträger für Chemie des Jahres 1973, ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Geboren in München, studierte Fischer an der dortigen Technischen Hochschule. An der späteren TU München lehrte er 20 Jahre lang anorganische Chemie. „Er war ein Münchner durch und durch“, sagte Wolfgang Hermann, Präsident der TU München und 1985 Fischers Lehrstuhlnachfolger, dem Tagesspiegel.

Fischers Interesse galt vor allem den metallorganischen Verbindungen. Er entdeckte, dass diese sich als Katalysatoren (Reaktionsbeschleuniger) eignen. Dadurch werden Reaktionen möglich, die energie- und substanzschonend ablaufen. „Er hat die Grundlage für eine umweltfreundliche, also grüne Chemie gelegt“, erklärt Herrmann, der bei Fischer studiert und promoviert hat. Er charakterisiert seinen Lehrer als „Vorbild an Menschlichkeit“, der sich sehr für seine Mitarbeiter eingesetzt habe. Allerdings habe er – in seinen persönlichen Ansprüchen bescheiden – auch viel Engagement verlangt. „Nachts um halb zehn war der letzte Kontrollgang im Labor.“ pja

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