Internationalisierung der Hochschulen : Kulturschock an der Uni

24.07.2012 12:41 UhrVon Florian Urschel-Sochaczewski
Glückliche Gäste. Deutsche Hochschulen (hier die Freie Universität Berlin) streben nach einem internationalem Image. Doch viele Studierende aus dem Ausland scheitern schon an der sprachlichen Hürde. Foto: Peter Himsel
Glückliche Gäste. Deutsche Hochschulen (hier die Freie Universität Berlin) streben nach einem internationalem Image. Doch viele Studierende aus dem Ausland scheitern schon an der...

Sehr viele ausländische Studierende in Deutschland brechen ihr Studium ab. Die Gründe dafür sind vielfältig. Doch dagegen kann etwas getan werden.

Im kleinen Café Kauderwelsch wirkt die Hochschulwelt weit und offen. An der Wand des bunt gestrichenen Raumes in der Silberlaube der Freien Universität Berlin hängt ein Plakat, das den Besucher in zwölf Sprachen willkommen heißt. Studentinnen aus den verschiedensten Teilen der Welt servieren ihren deutschen und ausländischen Kommilitonen orientalischen Tee, Baklava und Nussecken. Die Internationalität, die so viele deutsche Hochschulen für sich reklamieren, wird hier, so scheint es, gelebt. Aber außerhalb des Cafés hapert es mit der Integration von internationalen Studierenden – nicht nur an der FU, sondern an Hochschulen in der ganzen Bundesrepublik.

Knapp jeder zwölfte Student in Deutschland ist ein „Bildungsausländer“, hat also sein Abitur im Ausland gemacht. Doch viele dieser Studierenden fühlen sich bis zum Abschluss isoliert und vom Studium überfordert. Fast die Hälfte, 46 Prozent, bricht ihr Bachelor-Studium ab, wie aus der Erhebung des Hochschulinformationssystems (HIS) über den Jahrgang 2010 hervorgeht. Das sind deutlich mehr als bei den Bachelor-Studierenden insgesamt: 28 Prozent. Dabei schmücken sich deutsche Hochschulen im Kampf um Studierende und um Fördergelder mit ihren weltweiten Kontakten, wie etwa die FU Berlin, die als „Internationale Netzwerkuniversität“ im Exzellenzwettbewerb gewann. Und vor allem sieht Deutschland sich von einem Fachkräftemangel bedroht, der auch mit „Bildungsausländern“ bekämpft werden soll.

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Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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