Mit Mitteln der Einstein-Stiftung : Berlin schafft Zentrum für die Antike

In den Altertumswissenschaften gehört Berlin zur Weltspitze. Jetzt wird ein neues "Einstein-Zentrum Antike" eingerichtet: So kann das Exzellenzcluster Topoi langfristig gesichert werden.

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Antike Orte. Das Cluster „Topoi“ wird in einem Einstein-Zentrum verstetigt.
Antike Orte. Das Cluster „Topoi“ wird in einem Einstein-Zentrum verstetigt.Foto: picture alliance / dpa

Wie geht es an den Berliner Unis nach der Exzellenzinitiative weiter? Schon bald, im Jahr 2017, versiegen die Mittel. Jedenfalls hat das Antiken-Cluster „Topoi“ der Freien Universität und der Humboldt-Universität nun das rettende Ufer erreicht. Schon lange ist geplant, dass das Cluster in einem Zentrum für Altertumswissenschaften aufgehen soll, gefördert mit Mitteln der Berliner Einstein-Stiftung. Dafür ist der Weg jetzt frei, meldeten am Mittwoch die Freie Universität und die Einstein-Stiftung: Ab 2015 soll das neue „Einstein-Zentrum Antike“ aufgebaut werden. Dafür stehen demnach in drei Jahren 900 000 Euro bereit. Stellt das Zentrum dann erfolgreich Förderanträge an die Einstein-Stiftung, könnte es ab 2018 mit jährlich bis zu 2,5 Millionen Euro gefördert werden, heißt es in der Mitteilung.

Zuständig für den Aufbau des Zentrums wird das Berliner Antike-Kolleg sein, das im Jahr 2011 aus dem Cluster „Topoi“ hervorgegangen ist – eben als Keimzelle für das geplante Einstein-Zentrum. Das Antike-Kolleg umfasst eine Graduiertenschule mit sechs Promotionsprogrammen, das Forschungszentrum für Antikenstudien sowie eine Arbeitsstelle zur Entwicklung eines Kompetenzzentrums zur Sicherung altertumswissenschaftlicher Daten.

„Berlin soll dauerhaft ein internationaler Leuchtturm in der Antikenforschung werden“, teilte Martin Grötschel, der Vorstandsvorsitzende der Einstein-Stiftung, mit. Ziele des „Einstein-Zentrums Antike“ seien die Entwicklung eines „innovativen Forschungsprogramms“, die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die Auseinandersetzung mit Chancen und Risiken der Digitalisierung für die Antikenforschung.

Die Einstein-Stiftung hat in den kommenden Jahren starke Einbußen bei ihren Landeszuschüssen zu verkraften. Im Jahr 2014 bekommt sie nur 4,5 Millionen Euro vom Land (statt wie zuvor 12,5 Millionen), in 2015 nur 7,5 Millionen Euro. Ab 2018 sollen die Zuschüsse aber mit Blick auf die dann zu verstetigenden Exzellenzprojekte wieder steigen: auf 15 Millionen Euro. Ein erstes Einstein-Zentrum war im Juni ins Leben gerufen worden: Das Matheon, das zwölf Jahre mit Mitteln der DFG gefördert wurde, wird vom Land Berlin als Einstein-Zentrum „ECMath“ fortgeführt.

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