Physik-Nobelpreis : Eine Supernova namens Gabrielle

Der Nobelpreis ist nicht die erste gemeinsame Ehrung für die drei Supernova-Forscher Saul Perlmutter, Brian Schmidt und Adam Riess.

Saul Perlmutter
Saul PerlmutterFoto: dpa

Nicht, was die Welt im Innersten zusammenhält, sondern was sie auseinandertreibt ist das Thema des diesjährigen Physik-Nobelpreises. Die Ursache könnte die dunkle Energie sein, vermuten die Preisträger. Die eine Hälfte der Auszeichnung und damit auch des Preisgeldes in Höhe von 1,1 Millionen Euro bekommt Saul Perlmutter zugesprochen, die andere teilen sich Brian Schmidt (Australian National University, Weston Creek) und Adam Riess (Johns-Hopkins-Universität, Baltimore). Der 1959 in Champaign-Urbana (US-Bundesstaat Illinois) geborene Perlmutter schloss 1981 sein Physikstudium an der Harvard-Universität in Cambridge ab und promovierte 1986 an der Universität von Kalifornien in Berkeley. Er forscht am Lawrence Berkeley National Laboratory und ist zugleich Physikprofessor an der Universität von Kalifornien in Berkeley.

Mit den anderen Preisträgern stand Perlmutter schon öfter gemeinsam auf dem Siegertreppchen. Bereits 2006 teilten sich die drei den Shaw-Preis für Astronomie, 2007 wurden sie dann mit dem Gruber-Preis für Kosmologie geehrt. 2011 bekamen Perlmutter und Riess die Albert-Einstein-Medaille der Berner Albert-Einstein-Gesellschaft. Eine weitere Gemeinsamkeit: Alle drei Laureaten studierten in Harvard oder bekamen hier ihren Doktortitel.

Brian P. Schmidt
Brian P. SchmidtFoto: dpa

Der in den Bergen Montanas geborene Brian Schmidt (44) ist sowohl amerikanischer als auch australischer Staatsbürger. Später zog die Familie nach Alaska um. Schmidt studierte Physik und Astronomie an der Universität von Arizona und wechselte für den Masterabschluss an die Harvard-Universität, wo er 1993 auch promovierte und seine spätere Frau, die Australierin Jennifer Gordon kennenlernte, die im Fach Ökonomie promovierte. 1994 ging das Paar nach Australien, und Schmidt lieferte sich einen Wettkampf mit dem Team um Saul Perlmutter. Er forscht am Mount-Stromlo-Observatorium der Australian National University.

Adam G. Riess
Adam G. RiessFoto: dpa

Mit 41 Jahren ist der in Washington geborene Adam Riess der jüngste Preisträger. Riess studierte am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge und promovierte an der Harvard-Universität. Er forschte in Berkeley und wechselte 1999 an das Space Telescope Science Institute, das unter anderem das Hubble-Teleskop betreut und an der Johns-Hopkins-Universität angesiedelt ist, an der Riess auch eine Professur innehat. 2004 bestätigten sich nicht nur seine Messungen. „Im selben Jahr wurde auch meine Lieblings-Supernova geboren, meine Tochter Gabrielle“, sagte Riess. (wez)

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