Wissen : Potsdams Präsidentin leitet DAAD

Foto: promo
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Die Präsidentin der Universität Potsdam, Sabine Kunst, ist neue Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD). Die 55-Jährige wurde von der Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit gewählt und tritt ihr Amt am heutigen Donnerstag an, teilte der DAAD mit. Kunst ist die erste Frau an der Spitze des DAAD, der größten wissenschaftlichen Austauschorganisation in Deutschland, die jährlich 55 000 Deutsche und Ausländer fördert.

Mit Kunst kommt eine international erfahrene Wissenschaftlerin an die Spitze des DAAD. So forschte sie etwa in Südafrika, Mexiko, China, Brasilien und Bolivien. Dabei ging es ihr auch um praktische Projekte: In La Paz, dem Regierungssitz Boliviens, kümmerte sich die Ingenieurin um den Bau von Teichanlagen in Slumgebieten. Kunst ist eine vielseitige Forscherin: Sie promovierte auch in Politologie, im Studium belegte sie neben Wasserbauingenieurwesen und Politologie die Fächer Chemie, Biologie und Philosophie. An der Spitze der Universität Potsdam steht Kunst seit Anfang 2007. Zuvor war sie Vizepräsidentin für Lehre der Uni Hannover. Da das Amt beim Austauschdienst ein Ehrenamt ist, wird Kunst auch weiterhin die Universität Potsdam als Präsidentin führen.

Kunst folgt beim DAAD dem früheren Präsidenten der Universität Gießen, Stefan Hormuth, nach, der im Februar gestorben war. tiw

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