Wissen : SPD: Der Bund ist für Lübeck keine Hilfe „Schließungspläne

sind eine Provokation“

Der Forschungsexperte der SPD-Fraktion im Bundestag, Ernst Dieter Rossmann, wirft dem Bundesbildungsministerium vor, sich nicht ausreichend für die Unis in Lübeck und Flensburg einzusetzen. Wie berichtet plant die Landesregierung von Schleswig-Holstein die Streichung des Medizinstudiengangs in Lübeck, um den Landeshaushalt zu sanieren. Dies würde die gesamte Universität bedrohen. Gestrichen werden soll auch die Wirtschaftswissenschaft in Flensburg. Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) soll sich Mitte Juni mit Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) getroffen haben, um die Schließung der Lübecker Medizin abzuwenden.

In einer Fragestunde des Bundestages habe ein Vertreter des BMBF jetzt unzulänglich auf Fragen dazu geantwortet, kritisiert Rossmann. Auch Fragen nach den Konsequenzen der Schließungen auf Exzellenzwettbewerb und Hochschulpakt sei ausgewichen worden. Die SPD-Fraktion sehe in dem Vorgehen der schleswig-holsteinischen Landesregierung eine Provokation mit weitreichenden Folgen über Lübeck und Schleswig-Holstein hinaus, erklärt Rossmann. -ry

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