"Studienqualitätsmonitor" : Studierende mögen ihre Hochschule

Laut einer Umfrage sind viele Studierende mit ihrer Hochschule und mit ihren Dozenten zufrieden - und das, obwohl der Aufbau vieler Studiengänge weiterhin kritisiert wird.

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Studierende vor der HTW Berlin
Gut betreut. FH-Studierende loben vor allem die Beratungsangebote. Im Bild die HTW Berlin.Foto: HTW Berlin/Friederike Coenen

Die meisten Studierenden in Deutschland sind gerne an ihrer Hochschule. Besonders loben sie das Engagement ihrer Dozenten in der Lehre und bei der Beratung. Weniger zufrieden sind sie dagegen mit dem Aufbau ihrer Studiengänge. Das ergibt der „Studienqualitätsmonitor“ der AG Hochschulforschung der Uni Konstanz und des Hochschul-Informations-Systems (HIS), für den im Jahr 2012 rund 49 000 Studierende online befragt wurden. Die Daten werden jährlich erhoben. Im Vergleich zum Jahr 2008 „hat sich das Urteil der Studierenden über die meisten Bereiche von Studienqualität verbessert“, heißt es in einer Mitteilung des HIS.

Gute W-Lan-Netze auf dem Campus

Laut der Umfrage sagen 73 Prozent der Befragten, sie studierten gerne an ihrer Hochschule. 72 Prozent sind mit der fachlichen Qualität des Studiums zufrieden. 73 Prozent loben die Vorbereitung ihrer Dozenten auf die Lehrveranstaltungen und deren Engagement bei der Stoffvermittlung. Acht von zehn Studierenden, die sich von ihren Dozenten in der Sprechstunde oder per E-Mail beraten ließen, waren damit zufrieden oder sehr zufrieden.

Wenn es um die Ausstattung der Hochschulen geht, äußerten sich besonders viele positiv zu den Öffnungszeiten der Bibliotheken (78 Prozent) und zu gut zugänglichen W-Lan-Netzen auf dem Campus (74 Prozent). Insgesamt sind 61 Prozent der Studierenden mit den Studienbedingungen im Allgemeinen zufrieden oder sehr zufrieden.

FH-Studierende sind zufriedener als Uni-Studierende

Nur knapp die Hälfte der Studierenden vergibt dagegen positive Noten für den Aufbau und die Struktur der Studiengänge. Dieser Punkt habe sich in den vergangenen Jahren kaum verbessert, heißt es beim HIS. Rückläufig ist sogar die Zahl der Befragen, die sich in ihrem fachübergreifenden und kritischem Denken genügend gefördert fühlen.

Insgesamt fallen die Urteile von Studierenden an Fachhochschulen besser aus als die von Studierenden an Universitäten, heißt es. FH-Studierende beurteilen vor allem den Praxisbezug ihres Studiums besser, aber auch die Organisation der Lehre sowie die Beratungs- und Serviceeinrichtungen. Unis erhalten dagegen nicht nur bessere Urteile für den Forschungsbezug in der Lehre, sondern auch für die Wahlmöglichkeit bei Kursen und für die Betreuung in Tutorien.

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