Tödliches Coronavirus : Neue Mers-Tote in Saudi-Arabien

Das Coronavirus Mers bleibt in Saudi-Arabien eine Bedrohung: In den vergangenen 24 Stunden starben fünf Menschen, seit Ende 2012 haben sich knapp 500 Personen angesteckt. Auch in den USA traten zwei Fälle auf.

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Das saudische Agrarministerium empfiehlt, Kamelen nur noch mit Mundschutz zu begegnen
Das saudische Agrarministerium empfiehlt, Kamelen nur noch mit Mundschutz zu begegnenFoto: AFP

Das tödliche Coronavirus Mers greift weiter um sich: In den vergangenen 24 Stunden starben in Saudi-Arabien fünf Menschen an den Folgen des Erregers. Weitere acht Ansteckungen habe es nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montagabend in den Städten Medina, Dschidda und der Hauptstadt Riad gegeben.

Mers (Middle East Respiratory Syndrome) ist ein Virus, das zu schweren Lungenentzündungen, Atemnot und teilweise Nierenversagen führt. Es verbreitet sich vor allem in Saudi-Arabien: Seit September 2012 zählten die Behörden im Königreich 483 infizierte Menschen, 147 Menschen starben bereits. Vom Nahen Osten aus trugen einzelne Reisende den Erreger auch in andere Teile der Welt, darunter auch Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Griechenland. Anders als in Saudi-Arabien blieb es dort bei einzelnen Infektionen. Vergangene Woche meldete die USA einen ersten Ansteckungsfall. Der Patient kehrte von einer Reise aus Saudi-Arabien in den US-Bundesstaat Indiana zurück und wird dort isoliert im Krankenhaus behandelt. Mittlerweile trat in den USA jedoch ein zweiter Fall auf: bei einem Saudi auf Urlaubsreise in Florida wurde Mers ebenfalls nachgewiesen. Es gibt weder ein Medikament gegen Mers noch einen Impfstoff.

In den vergangenen Wochen breitete sich Mers stärker aus, der Virus wurde unter anderem bei Kamelen nachgewiesen. Saudische Behörden empfohlen bislang, beim Umgang mit den Tieren Handschuhe und Mundschutz zu tragen. Nun sollen in dem islamischen Königreich alle Kamele Mikrochips erhalten. Wie die „Saudi Gazette“ am Dienstag auf ihrer Website berichtete, sollen darauf Informationen über den Züchter und die Herkunft des Tieres gespeichert werden - ein Schutz vor dem Virus ist das jedoch nicht.

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