Verbindungen auf dem Campus : Eklat um Burschenschafter: FU-Asta geht auf Dekan zu

Im Eklat um Burschenschafter auf der Absolventenfeier der juristischen Fakultät geht der FU-Asta jetzt auf Martin Schwab, den Dekan der Fakultät zu - und fordert Konsequenzen.

In einem offenen Brief begrüßt der Asta, dass Schwab sich in einer öffentlichen Erklärung „von jeglichem ausländerfeindlichen und rechtsextremen Gedankengut und auch von Burschenschaften“ distanziert hat. Auch sein Engagement für Studierende erkenne der Asta an und wolle es „nicht schmälern“. Darum habe der Asta seine Darstellung der Vorgänge von seiner Homepage entfernt und fordere nicht mehr Schwabs Rücktritt.

Der Asta wünscht sich von Schwab nun aber „die Einsicht, dass Sie dem Studierenden die Abschlussfeier gehörig vermiest haben und dass Verbindungsstudenten an der Freien Universität eben nicht willkommen sind“. Der Asta geht davon aus, dass die Burschenschafter auf der Feier Mitglieder der Gothia waren. Die Gothia gehört der Burschenschaftlichen Gemeinschaft (BG) an. Diese habe personelle Bindungen zur NPD“. Auch habe die Gothia „bekannte Rechtsextreme“ wie Horst Mahler oder Redakteure der „Jungen Freiheit“ als Redner auf ihren Veranstaltungen angekündigt.

Wie berichtet, hatte ein Student auf der Absolventenfeier vier teiluniformierte Burschenschafter als „Nazis“ beschimpft und war daraufhin vom Dekan wegen Störung der Veranstaltung des Saals verwiesen worden. (Tsp)

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