• Verstorbener Motörhead-Sänger: "Lemmium": Chemisches Element soll nach Lemmy Kilmister benannt werden

Verstorbener Motörhead-Sänger : "Lemmium": Chemisches Element soll nach Lemmy Kilmister benannt werden

Eine Petition im Internet setzt sich dafür ein, dass ein neu entdecktes Schwermetall nach der verstorbenen Heavy-Metal-Legende Lemmy Kilmister benannt wird: "Lemmium".

Lemmy Kilmister
Namensgeber für ein Element? Lemmy Kilmister, kürzlich verstorbener Frontmann von "Motörhead". Die Aufnahme stammt von 2010.Foto: REUTERS

Lemmy Kilmister, kürzlich verstorbener Frontmann der britischen Rockband Motörhead, soll Namensgeber für eines der jetzt anerkannten neuen Elemente im Periodensystem werden - zumindest nach Ansicht seiner Fans. Das sind aber offenbar sehr viele. Eine Petition, die dazu aufruft, eines der vier neuen superschweren Elemente mit "Lemmium" zu benennen, fand bis Donnerstag fast 70.000 Unterstützer. "Lemmy war eine Naturgewalt und verkörperte das Wesen des Heavy Metal", heißt es in dem Aufruf auf der Website Change.org.

Auch Musiker wie Guns-N'-Roses-Bassist Duff McKagan und Charlatans-Sänger Tim Burgess warben für die Initiative. Der Motörhead-Sänger war Ende Dezember im Alter von 70 Jahren zwei Tage nach einer Krebsdiagnose gestorben.

Das Vorschlagsrecht für Namen haben die Entdecker

Der für das Periodensystem zuständige Chemiker-Verband International Union of Pure and Applied Chemistry (Iupac) hatte die vier neuen Elemente Ende des Jahres offiziell bestätigt. Die Elemente mit den Ordnungszahlen 115, 117 und 118 wurden von russischen und US-Forschern entdeckt. Der Fund des Elements mit der Ordnungszahl 113 wurde japanischen Wissenschaftlern zugeschrieben. Die Forscher können nun Namen vorschlagen.

Auch Darmstadt wurde schon auf diese Weise geehrt

Nach den Vorgaben der Organisation können die Elemente nach einer Stadt (Darmstadtium, Dubnium), einem Land (Califormium) oder Forscher (Rutherfordium, Curium) benannt werden, auch Namen aus einer Mythologie sind möglich. Entscheidend ist, dass die Bezeichnung einigermaßen konsistent ist mit den übrigen Namen und gut in andere Sprachen übersetzt werden kann.

Für das nun anerkannte Element 113 war bereits vor zwölf Jahren der Vorschlag „Japonium“ ins Spiel gebracht worden. Ob es dieser Name wird, oder ob dieses beziehungsweise ein anderes zu "Lemmium" wird, werden die kommenden Monate zeigen. Dann will die Iupac ihre Entscheidung mitteilen. (AFP/nes)