BERLIN-BRANDENBURGER STREIT : Regio oder S-Bahn – das ist hier die Frage

BOOMTOWN FALKENSEE



Es ist die am schnellsten wachsende Stadt Deutschlands, doch ihr Bahnanschluss bleibt ein Problem: Vor allem viele Berliner zieht es ins grüne Falkensee, ein paar Kilometer westlich der Berliner Stadtgrenze. So ist die Bevölkerung in zwei Jahrzehnten auf 41 800 Einwohner gewachsen. 1990 lebten hier nur 22 000 Menschen. In wenigen Jahren wird Falkensee sogar die Marke von 50 000 Einwohnern knacken. Die Stadt kommt kaum hinterher, neue Straßen, Kitas, Schulen zu bauen. Auch Zugverbindungen gibt es zu wenig.

EIN GLEIS MEHR...

Damit die Leute aus dem Raum Falkensee besser nach Berlin kommen, will Brandenburg mehr Regionalzüge fahren lassen. Doch die beiden Gleise sind jetzt schon ausgelastet, auch wegen der Güterzüge vom Logistikcenter Wustermark. Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD) will beim Bund beantragen, dass ein drittes Regio-Gleis von Nauen über Falkensee bis Berlin gelegt wird. Eine parallel zu den Regiogleisen errichtete S-Bahn-Verlängerung von Berlin bis Falkensee hält Brandenburg für überflüssig.

...ODER VERLÄNGERN?

In Berlin dagegen sind Senat, das Spandauer Bezirksamt und Anwohner dafür, die S-Bahn in Richtung Westen nach Falkensee zu verlängern. Aber das Land Brandenburg will den Ausbau auf seinem Gebiet nicht finanzieren. Nun wird über eine Teilverlängerung bis Albrechtshof diskutiert, um unabhängig von Brandenburg beginnen zu können. Dieser Vorschlag ist Thema einer Info-Veranstaltung am 16. April mit S-Bahn-Chef Peter Buchner und Abgeordneten. Sie beginnt um 19.30 Uhr in der Georgschule, Seecktstr. 2 in Spandau. thm

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