Auf dem ehemaligen Flugplatz Gatow : Luftwaffenmuseum kann modernisiert werden

Das Verteidigungsministerium hat der Sanierung grundsätzlich zugestimmt. Über Umfang und Kosten wird weiter debattiert.

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Hinten der Tower, vorn das Flugzeug der Luftwaffe aus Australien.
Hinten der Tower, vorn das Flugzeug der Luftwaffe aus Australien.Foto: Thilo Rückeis

Zumindest grundsätzlich scheint im Bundesverteidigungsministerium eine Entscheidung zum Ausbau des auf dem ehemaligen Flugplatz Gatow angesiedelten Luftwaffenmuseum gefallen zu sein. Das geht aus einer Antwort des Staatssekretärs Gerd Hoofe an den Spandauer Bundestagsabgeordneten Swen Schulz (SPD) hervor. Strittig sind danach noch das künftige Konzept und die Höhe der zu bewilligenden Mittel.

"Ein wichtiges Museum für die Bundeswehr"

Das Militärhistorische Museum Gatow bleibe „ein wichtiges Museum für die Bundeswehr und insbesondere für die Geschichte ihrer Luftstreitkräfte während der Zeit des Kalten Krieges“, heißt es in einem Schreiben an Schulz. Der erhebliche Sanierungsbedarf vor Ort habe zunächst eine umfassende interne Überprüfung erfordert.

Lady Di, die Queen und Kampfjets: Die Geschichte vom Flugplatz Gatow
Blick von oben der Flugplatz Gatow in Kladow mit den Häusern und Schulen auf den einstigen Landebahnen.Weitere Bilder anzeigen
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22.09.2017 10:13Blick von oben der Flugplatz Gatow in Kladow mit den Häusern und Schulen auf den einstigen Landebahnen.

Danach seien die Gebäude – es handelt sich um die vor der Übernahme durch die Bundeswehr zuletzt von der britischen Royal Air Force genutzten Hangars und die Kommandantur der ehemaligen Luftkriegsschule der Wehrmacht – „in angemessener Weise zu sanieren und das Museum gleichzeitig zielführend zu modernisieren“. Dafür soll nun bis zum Jahresende ein Feinkonzept zur „effizienten Nutzung der Ausstellungs- und Depotkapazitäten unter Berücksichtigung des Gebots der Wirtschaftlichkeit und der zur Verfügung stehenden Ressourcen“ erstellt werden.

Erst danach könnten weiterführende Aussagen zum Zeit- und Kostenplan getroffen werden, schreibt Hoofe. Es sei aber von einem zeitlichen Rahmen von mindestens zehn Jahren auszugehen. Offen erscheint damit weiterhin, ob die ehrgeizigen Pläne, den Standort zu einem Museum von Weltrang auszubauen, verwirklicht werden können. Da wirkt die Forderung von Schulz, Sanierung und künftige Konzeption „mit dem Bezirk, den Anwohnern und engagierten Gruppen wie etwa der Jugendgeschichtswerkstatt sowie kritischen Wissenschaftlern gemeinsam zu erarbeiten“; eher bescheiden.

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