Berlin-Spandau : Im "Müllstreit von Kladow" gibt es eine Lösung

Seit 2015 ärgern sich Anwohner: Die gelben Säcke werden nicht abgeholt, weil der Müllwagen nicht wenden kann. Nun kündigt ein SPD-Politiker eine Lösung an.

Ärger im Süden von Spandau. Dieses Bild machte der SPD-Politiker Buchholz von der Ecke.
Ärger im Süden von Spandau. Dieses Bild machte der SPD-Politiker Buchholz von der Ecke.Foto: promo

Es geht um ein paar gelbe Müllsäcke. Um eine einfache Schranke am Ende einer schmalen Straße. Und um die Müllabfuhr, die mit dem großen Lastwagen nicht wenden will oder kann. Und um Anwohner, die ziemlich genervt sind. Diese Posse im Spandauer Süden läuft unter dem Titel "Müllstreit von Kladow".

Anwohner der Straße schleppten Müllsäcke bis ans Ende der Straße

Weil der Fählmannweg zu eng ist und eine zu schmale Schranke die Zufahrt zur Wendemöglichkeit versperrt, kommt es seit mehr als einem Jahr im Spandauer Süden zu Verunreinigungen. Die Anwohner mussten die Säcke mehrere hundert Meter bis zum Ende der Straße schleppen (oder mit dem Auto bringen) und an der Kreuzung ablegen, wo es schließlich wiederum Beschwerden von den dortigen Anliegern wegen des ekligen Müllplatzes gab.

Jetzt sollen die Müllwagen wenden können

Nun scheint ein Ende dieser Angelegenheit in Sicht. Wie der SPD-Abgeordnete Daniel Buchholz via Mail mitteilte, könne "über dem Spandauer Süden endlich 'weißer Rauch' aufsteigen - im übertragenen Sinne, denn das Müll-Chaos im Fählmannweg endet in Kürze". Seit mehr als einem Jahr stapelten sich regelmäßig die Gelben Müllsäcke am Straßenrand, loser Verpackungsabfall verschmutzte die Straßen, berichtet auch Buchholz. "Nach einem Vor-Ort-Termin und intensiven Vermittlungen gibt es jetzt eine Lösung: Die vorhandene Schranke wird durch Alba verbreitert, und die Müllfahrzeuge kommen ungehindert durch. Mit den Bauarbeiten wird direkt nach der Frostperiode begonnen." Die Schranke gehört zu einer Reihenhaussiedlung, dahinter befindet sich ein Parkplatz, der allerdings über einen anderen Weg erreicht wird.

Alba wollte nicht rückwärts fahren

Im Gegensatz zu Alba lässt die BSR ihre Fahrzeuge, die den normalen Hausmüll einsammeln, im Fählmannweg rückwärtsfahren. Alba lehnte dies ab und verwies auf die "Unfallverhütungsvorschrift Müllbeseitigung", die ein grundsätzliches Rückfahrverbot für Entsorgungsfahrzeuge beinhaltet. Die Ausnahmeregelung, die eine maximal 150 Meter lange Rückwärtsfahrt bei Unterstützung durch einen Einweiser im ständigen Sichtkontakt erlaubt, sei im Fählmannweg nicht praktikabel. Tsp

Spandau 2016 in Bildern: Erinnern Sie sich?
Spandau, 2016. Wir erinnern uns beispielsweise gern an diesen Moment am Glienicker See.Weitere Bilder anzeigen
1 von 21Foto: André Görke
16.12.2016 09:08Spandau, 2016. Wir erinnern uns beispielsweise gern an diesen Moment am Glienicker See.

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