Bezirksamt Spandau ergänzt Pachtvertrag : Lauben in Gatow gerettet

Der Kampf der Unterpächter der Parzellen hat sich gelohnt. Sie können ihre Idylle am ehemaligen Havelcasino behalten.

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Ilona Bredel und Colin Dorn sind froh, sie müssen ihre Parzellen nicht mehr räumen.
Ilona Bredel und Colin Dorn sind froh, sie müssen ihre Parzellen nicht mehr räumen.Foto: During

Der Streit um den drohenden Abriss ist jetzt mit einem Kompromiss beendet worden. Die Unterpächter können ihre Lauben neben dem ehemaligen Havelcasino in Gatow weiter nutzen. Allerdings müssen die Parzellen etwas verkleinert werden und ein Wohnwagen, der zusätzlich auf einem Grundstück stand, muss bis Ende Juni entfernt werden. Das teilte Baustadtrat Frank Bewig jetzt in einem Brief an den Spanndauer Bundestagsabgeordneten Kai Wegner (beide CDU) mit. Ein entsprechender Nachtrag zum Mietvertrag zwischen der Hauptmieterin und dem Bezirksamt sei bereits unterzeichnet worden.

Bei Aufgabe keine Neuverpachtungen mehr

Bei Aufgabe der Parzellen durch die jetzigen Unterpächter darf es allerdings keine Neuvermietungen mehr geben. Damit werden die Belange der Mieter und Untermieter gewahrt und gleichzeitig wird es kurzfristig „erhebliche Verbesserungen“ des Landschaftsbildes geben, so Stadtrat Bewig. Mittel- bis langfristig könnten die nach derzeitiger Rechtslage nicht genehmigten und nicht genehmigungsfähigen Nutzungen im Landschaftsschutzgebiet aufgelöst werden. Die Lösung sei „ganz im Sinne eines bürgerfreundlichen Spandau“, sagte Kai Wegner, der auch Kreisvorsitzender der Spandauer Christdemokraten ist.

Wie berichtet, sollten nur die auf einem kleinen, bezirkseigenen Teil des ansonsten bundeseigenen Areals stehenden Lauben zugunsten eines Grünstreifens neben dem neu angelegten Havelradweg abgerissen werden. Mit der Entscheidung hatte Bewig-Vorgänger Carsten Röding (CDU) Proteste der eigenen Partei ausgelöst.

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