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Brandenburg an der Havel : Offenbar rassistische motivierte Brandstiftung

Im Brandenburg an der Havel ist eine offenbar rassistisch motivierte Brandstiftung an einer geplanten Flüchtlingsunterkunft verübt worden. Es entstand leichter Schaden. Oberbürgermeisterin Tiemann äußerte Entsetzen und Bestürzung.

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Die Feuerwehr löschte in der Stadt Brandenburg an der Havel am Freitagmorgen einen Brand an der Front einer früheren Schule. Dort sollen ab dem 7. Dezember bis zu 160 Flüchtlinge untergebracht werden. An dem Gebäude entstanden leichte Schäden.
Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen von einem rassistisch motivierten Anschlag aus. Um 4.30 Uhr ist die Feuerwehr alarmiert worden. Nach Angaben der Polizei hat an der Vorderfront des Gebäudes der Fensterrahmen eines Kellerfensters gebrannt. Die Polizei ermittelt  wegen Brandstiftung. Kriminaltechniker untersuchten noch am Morgen den Tatort.
Brandenburgs Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) begab sich zu der künftigen Asylunterkunft. Auch für die Polizei hat der Fall absolute Priorität: Der Chef der Polizeidirektion West, Peter Meyritz, informierte sich am Morgen persönlich über den Stand der Ermittlungen. Tiemann hat den versuchten Brandanschlag verurteilt. "Es ist entsetzlich, dass es immer noch Leute gibt, die die Zivilgesellschaft so angreifen", sagte Tiemann am Freitag dieser Zeitung. "Dies ist um so bestürzender, weil wir in der Stadt eine intensive und offene Kommunikation pflegen, wie wir die Unterbringung von Flüchtlingen gewährleisten." Zum Glück sei fast kein Schaden entstanden, nicht einmal die Fassade beschädigt worden.

Bei dem Gebäude handelt es sich um die Alte Nikolaischule. Die Schule, die dort bislang untergebracht war, ist in einen Neubau untergezogen. Das alte Gebäude, das saniert werden soll, steht derzeit leer. Es ist für die vorrübergehende Unterbringung von 160 Flüchtlingen vorgesehen, worüber es laut Tiemann Debatten gegeben habe. Die Flüchtlinge sollen dort allenfalls für eine Übergangszeit von Anfang Dezember bis Februar 2016 untergebracht werden, endgültig sei dies aber noch nicht entschieden. Dann solle die Alte Nikolaischule saniert werden. Vor dem Hintergrund des Anschlages warnte Tiemann erneut vor Abstrichen an der Polizeipräsenz. "Schon jetzt schafft es die Polizei nur mit Müh und Not, die Objekte zu bestreifen." Noch weniger Streifen seien unvertretbar.

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