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Großbaustelle BBI : Datenpanne zum Flughafenfest

30.06.2011 16:28 Uhrvon
Ende August 2012 hatte der Regierende Bürgermeister und Aufsichtsratvorsitzende des BER, Klaus Wowereit, noch die Verantwortung für das Flughafen-Desaster übernommen. Am 24.05.2013 wies er jedoch eine persönliche Verantwortung für die mehrfache Verschiebung des Eröffnungstermins im BER-Untersuchungsausschuss des Abgeordnetenhauses von sich. Doch nun, Mitte Dezember ist sein Comeback als Aufsichtsrat sicher.Bilder
Ende August 2012 hatte der Regierende Bürgermeister und Aufsichtsratvorsitzende des BER, Klaus Wowereit, noch die Verantwortung für das Flughafen-Desaster übernommen. Am 24.05.2013... - Foto: dapd

Die Internetseite für den Probebetrieb des neuen Flughafens musste kurz nach dem Start abgeschaltet werden. Zum Tag der offenen Tür kamen zehntausende Besucher ins neue Terminal.

Schönefeld - Das war noch nichts. Am Sonntag wollte die Flughafengesellschaft die ersten Anmeldungen für den Probetrieb auf dem neuen Flughafen entgegennehmen – doch die dafür vorgesehene Internet-Seite funktionierte nicht. Durch eine noch nicht erklärbare Panne waren dafür vorübergehend Anschriften von Interessenten zu lesen, die ebenfalls versucht hatten, sich anzumelden. Die Flughafengesellschaft schaltete die Seite daraufhin ab und versprach, die Anmeldung werde „in Kürze“ möglich sein.

Auch auf dem Flughafenfest konnten sich die Interessierten noch nicht fest registrieren lassen, weil der Internetauftritt nicht funktionierte.

Wer im nächsten Jahr Probe-Passagier werden will und seine Adresse hinterließ, soll die Unterlagen zugeschickt bekommen.

Zehntausende von Neugierigen waren am Sonntag zum Flughafen gekommen, um einen ersten Blick ins neue Terminal werfen zu können. Rund 15 Minuten musste man am Mittag warten, bis man vom künftigen Vorfeld aus die Terminal-Baustelle betreten konnte. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) musste sich nicht einreihen, sondern durfte, meist freundlich begrüßt, an der Schlange vorbei zu seinem Rundgang schlendern.

Von den angekündigten Protesten der Nachtfluggegner war nichts zu sehen. Wowereit konnte seinen Auftritt genießen, mal ein Schwätzchen halten, ein Kind auf den Arm nehmen, mit Besuchern für ein Foto posieren oder Autogramme schreiben. Mit Protesten habe er auch nicht gerechnet, sagte Wowereit hinterher.

Dafür durfte er ganz andere Fragen beantworten. Etwa wie lange die Archäologen noch vor dem Roten Rathaus buddeln wollen, bevor die U-Bahn-Arbeiter anrücken. Nicht seine Baustelle, so Wowereit. Einen anderen Mann, der forderte, die Stadtautobahn vom Dreieck Neukölln zum Treptower Park zu verlängern, entgegnete Wowereit: „Das wollen wir auch.“ Der Mann war zufrieden, kein Nachbohren.

Zufrieden war auch Besucher Eberhard Göller nach seinem Blick in die künftige Haupthalle mit ihrer gläsernen Fassade: „So stelle ich mir einen idealen Flughafen vor: Übersichtlich und hell“, sagte Göller. Er freue sich auf den ersten Flug.

Auch wenn es so manche Zweifel bei Besuchern gab, ob zum geplanten Eröffnungstermin am 3. Juni 2012 aus der heutigen Baustelle wirklich der modernste Flughafen in Europa geworden sein wird, ist sich der für den Bau zuständige Geschäftsführer Manfred Körtgen nach wie vor sicher, dass der Termin gehalten werden kann. Und dass der Probebetrieb wie vorgesehen im nächsten Jahr am 26. Januar beginnen kann. Bis zum 16. März soll er dauern; rund 10 000 Teilnehmer werden insgesamt dafür gesucht. Irgendwann wird ja auch die Anmelde-Prozedur im Internet funktionieren. Persönlich kann man sich dann auch in der Airportworld am Bahnhof Schönefeld registrieren lassen – für maximal zwei Probetage.Der Test beginnt jeweils um 8.30 Uhr, nach einer ersten Übung gibt’s ein Lunchpaket, und nach einem weiteren Durchgang endet der Probetag gegen 15 Uhr mit einem kleinen Dankeschön des Flughafens.

Kurz war am Sonntag in Schönefeld die Präsentation des neu entwickelten Flugzeugs Boeing 787 „Dreamliner“, das am Sonnabend mit einer Landung in Tegel seine Deutschland-Premiere hatte. Die Festbesucher sahen die Maschine nur von Weitem starten. Von Tegel aus war sie wie ein planmäßiges Flugzeug gestartet, aber nicht auf volle Reisehöhe gestiegen. Nach einem weitem Bogen um die Stadt herum steuerte der Pilot dann Schönefeld von Osten aus an. Flüge zwischen beiden Flughäfen gibt es öfter; vor Jahren waren sie sogar planmäßig erwogen worden, weil in Tegel an der Startbahn gebaut wurde. Die Flugzeuge konnten deshalb nicht vollgetankt starten und sollten in Schönefeld nachtanken. Diese Pläne wurden aber schnell aufgegeben.

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