"Am Landschaftsschutzgebiet kann und soll sich nichts ändern"

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Gastronom Laggner als Käufer? : Spandauer Rieselfelder werden verkauft

Der Interessent sei bereit, einen Preis über dem Bodenrichtwert zu zahlen, sagte Natz. Der liegt in Berlin für Grünland bei 80 Cent pro Quadratmeter, was bei der Gesamtfläche 2,4 Millionen Euro wären. Nach Angaben des Sprechers sind die mündlichen Verhandlungen weit vorangeschritten und werden nächste Woche fortgesetzt. Ein schriftlicher Vertragsentwurf existierte aber noch nicht.

Gegenwärtig erstellten die Wasserbetriebe in Abstimmung mit den Behörden ein Nachnutzungskonzept, das dem Käufer an die Hand gegeben werde. Ein Gutachten soll klären, welche Formen von Landwirtschaft die Schadstoffbelastung künftig zulässt. Derzeit dürfen nur Futtermittel angebaut werden.

Berlin bei Spandau

„Am Landschaftsschutzgebiet kann und soll sich nichts ändern“, sagt Spandaus Baustadtrat Carsten Röding (CDU). Man erwarte, dass es bei der bisherigen Nutzung bleibe, die Landwirte einbezogen und deren Existenz gesichert werde. Von den Wasserbetrieben, deren Mehrheitsanteil sich im Landesbesitz befindet, und den Politikern im Aufsichtsrat erwartet er ein transparentes Verfahren. Aufsichtsratsvorsitzende der Wasserbetriebe ist Wirtschaftssenatorin Sybille von Obernitz (parteilos). Deren Sprecher erklärte, der Verkauf sei nicht zustimmungspflichtig und liege allein im Aufgabenbereich des Unternehmensvorstandes. Bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hieß es, ein Verkauf ändere nichts am Landschaftsschutzgebiet, alle Verpflichtungen gingen auf den Neubesitzer über. Das gelte auch für die Pachtverträge, sagte Stephan Natz. Da sie jeweils nur für ein Jahr laufen, fürchten die Landwirte dennoch um ihre Existenz.

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