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Hohenschönhausen : Ansturm auf den Stasi-Knast

11.07.2012 09:12 Uhrvon
In der Zelle. Im ehemaligen Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen wird auch jungen Menschen sehr schnell klar, was für ein Staat die DDR war.Foto: Doris Spiekermann-KlaasBild vergrößern
In der Zelle. Im ehemaligen Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen wird auch jungen Menschen sehr schnell klar, was für ein Staat die DDR war.Foto: Doris Spiekermann-Klaas

"Es gibt Tage, an denen einfach nichts mehr geht": Immer mehr Menschen wollen die Stasi-Gedenkstätte in Hohenschönhausen besichtigen. Tausende Besucher mussten schon abgewiesen werden.

Der Anrufer aus dem Bundesinnenministerium (BMI) klang eher erstaunt als verärgert: Ob es denn wirklich nicht möglich sei, dass die Mitarbeiter der Grundsatzabteilung des BMI an einem bestimmten Tag die Stasiopfer-Gedenkstätte Hohenschönhausen besuchen könnten?

Der Besucherdienst der Gedenkstätte hatte die Gruppe abgelehnt – weil zum gewünschten Termin das Stasi-Gefängnis bereits voll war. Gedenkstätten-Direktor Hubertus Knabe: „Es gibt Tage, an denen einfach nichts mehr geht.

Wir mussten im ersten Halbjahr dieses Jahres schon rund 5000 Menschen abweisen. Das ist für die Interessierten oft sehr enttäuschend, für uns aber auch.“

Natürlich freuen sich Knabe und seine Mitarbeiter über die permanent steigende Zahl von Menschen, die das ehemalige zentrale Stasi-Gefängnis besuchen – seit der Öffnung des ehemaligen Gefängnisses im Jahr 1994 als Gedenkstätte waren es mehr als zweieinhalb Millionen. 2011 kamen 342 000 Interessierte, zehntausend mehr als im Jahr zuvor.

Bildergalerie: Die ehemalige Stasi-Zentrale in der Normannenstraße

2012 wird es wohl wieder einen neuen Rekord geben. 171 000 kamen seit Jahresbeginn, das waren 6000 Besucher mehr als 2011 – eine Steigerung um vier Prozent. Für das zweite Halbjahr gibt es sogar schon 13 Prozent mehr Anmeldungen als zur gleichen Zeit im Vorjahr, allein für September haben sich 37 000 Menschen angekündigt.

„Im September und Oktober sind ganze Wochen komplett ausgebucht“, sagt Hubertus Knabe. Und das, obwohl die Gedenkstätte jeden Tag von 9 bis 18 Uhr geöffnet hat und Gruppen oft auch bis 19 Uhr durch das ehemalige Stasi-Gefängnis geführt werden.

Eine bessere Auslastung sei eigentlich nur noch durch eine weitere Verlängerung der Öffnungszeiten möglich, sagt Knabe, der bei seinem Antritt als Direktor im Dezember 2000 als Erstes durchsetzte, dass die Gedenkstätte auch am Sonntag öffnete. Aber selbst wenn man nur zwei Stunden täglich länger öffne, entstünden zusätzliche Kosten mindestens im fünfstelligen Bereich, schätzen Knabe und seine Kollegen.

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