Nach antisemitischen Vorfällen : Amokdrohung gegen Friedenauer Schule

An der Friedenauer Gemeinschaftsschule herrscht nach den antisemitischen Vorfällen weiter Unruhe. Jetzt gab es eine Drohung gegen die Schule. Das Landeskriminalamt ermittelt.

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Die Zahl antisemitischer und rassistischer Angriffe in Berlin ist im vergangenen Jahr stark gestiegen.
Die Zahl antisemitischer und rassistischer Angriffe in Berlin ist im vergangenen Jahr stark gestiegen.Foto: dpa

Nach den antisemitischen Vorfällen an der Friedenauer Gemeinschaftsschule gab es jetzt per E-Mail eine Amokdrohung. Darin hieß es: „Morgen großer Amoklauf bei Euch“. Laut Polizei wurde jetzt das Landeskriminalamt eingeschaltet, um den Urheber dieser Drohung ausfindig zu machen. Da eine Straftat angedroht wurde, wird wegen Störung des öffentlichen Friedens ermittelt. Dass diese ernst zu nehmen ist, wurde nach Angaben einer Sprecherin aber ausgeschlossen.

Auch in den sozialen Medien wird gezetert

In der vergangenen Woche war der Fall bekannt geworden. Ein 14-jähriger Schüler wurde an der Schule von Mitschülern beleidigt und körperlich attackiert. Der Junge hat deswegen die Schule verlassen. Die Vorfälle fanden ein bundesweites Echo. Der Zentralrat der Juden in Deutschland verlangte eine genaue Aufklärung des Falles. Untersucht werden soll auch, ob die Schulleitung angemessen auf die Vorkommnisse reagiert hat.

Bei der Polizei hieß es am Montag, die Schule und der zuständige Polizeiabschnitt stünden in engem Kontakt. Auch in den sozialen Medien gibt es inzwischen einen Shitstorm mit üblen Beschimpfungen und Beleidigungen gegen die Schule.

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