Aktenzeichen XY...ungelöst : Mord an Burak Bektas: Polizei setzt auf TV-Fahndung

Wer hat Burak Bektas erschossen? Im April ist es ein Jahr her, dass der 22-Jährige im Neuköllner Ortsteil Buckow auf offener Straße erschossen wurde. Von dem Täter fehlt seither jede Spur. Die Kripo hofft nun, dass die TV-Fahndung entscheidende Hinweise bringt.

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Trauer um Burak Bektas: Ein Vater und sein zweieinhalb-jähriger Sohn gedenken des Toten.
Trauer um Burak Bektas: Ein Vater und sein zweieinhalb-jähriger Sohn gedenken des Toten.Foto: dpa

Es ist einer der rätselhaftesten Mordfälle in der Geschichte der Berliner Polizei: Zehn Monate ist es her, dass der 22-jährige Burak Bektas in Buckow erschossen wurde. Trotz der Zeugenaussagen und der ungewöhnlich hohen Belohnung von 15000 Euro fehlt noch jegliche Spur vom Täter. Nun erhoffen sich die Ermittler am heutigen Mittwoch durch die TV-Fahndung in der Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" (20.15 Uhr, ZDF) einen entscheidenden Schritt weiter zu kommen. Die Tat wird als erster Film-Fall mit Schauspielern in einem mehr als neunminütigen Beitrag rekonstruiert.

Es war die Nacht zum 5. April vorigen Jahres, Gründonnerstag, als Burak Bektas mit vier Freunden vor einem Haus an der Rudower Straße 51 im Neuköllner Ortsteil Buckow steht und mit ihnen plaudert. Es ist kurz nach Mitternacht, als plötzlich ein Unbekannter mit einem Kapuzenpullover vor ihnen steht. Ohne ein Wort zu sagen zückt er eine Waffe und schießt auf die Gruppe junger Männer. Anschließend flüchtet er. Drei aus der Gruppe werden schwer verletzt ins unmittelbar in der Nähe liegende Krankenhaus Neukölln gebracht. Sie können gerettet werden. Doch für Burak Bektas kommt jede Hilfe zu spät. Der 22-Jährige stirbt wenig später bei der Notoperation.

Ungelöste Kriminalfälle
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1 von 17Foto: André Görke
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Der Fall bleibt für die Ermittler ein Rätsel. Das Motiv ist völlig unklar. Offenbar gab es keinerlei Verbindung von dem Unbekannten zu der Gruppe. Bislang sind laut Polizei 105 Hinweise eingegangen. Auch die ungewöhnlich hohe Belohnung von 15000 Euro hat die Ermittler noch nicht auf die richtige Spur geführt. Hinweise, dass das Motiv ein rechtsextremistisches sein könnte, kann die Polizei bisher nicht bestätigen. Es werde in alle Richtungen ermittelt.

Im Münchener Studio wird der stellvertretende Leiter der 6. Mordkommission, Alexander Huebner, bei Moderator Rudi Cerne sitzen und hoffen, dass unter den Anrufern ein entscheidender Hinweis sein wird.

Nach Einschätzung der Ermittler ist der Täter 40 bis 60 Jahre alt, 1,70 bis 1,80 Meter groß und von normaler Statur. Hinweise nehmen Ermittler in der Sendung sowie bei der 6. Mordkommission unter (030) 46 64–91 16 01 entgegen.

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