BAB 24 bei Neuruppin : Motorradfahrer liefert sich Rennen mit Videowagen der Polizei

Mit mehr als 210 Stundenkilometern hat sich ein 23-Jähriger am Dienstag ein Rennen mit einem Auto geliefert - ohne zu ahnen, dass er mit Polizisten um die Wette raste.

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Die Berliner Polizei (Symbolbild).
Die Berliner Polizei (Symbolbild).Foto: dpa

Der Groschen fiel erst, als die Kelle raus ging: Ein 23-jähriger Motorradfahrer aus Cottbus hat sich am Dienstagvormittag auf einem Teilstück der Bundesautobahn 24 bei Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) in Brandenburg ein Wettrennen mit einem genauso schnellen Gegner geliefert. Bei diesem handelte es sich (zum Pech des 23-Jährigen, zum Glück für alle anderen Verkehrsteilnehmer) aber um einen Videowagen der Autobahnpolizei.

Zwischenzeitlich war der Motorradfahrer mit seiner Suzuki GSX-R600 exakt 212 Stundenkilometer schnell - nur galt auf dem Teilabschnitt der Autobahn ein Tempolimit von 130 Stundenkilometern. Das wusste der Gegner bei der Wettfahrt nur zu genau: Am Steuer saß ein Beamter der Autobahnpolizei. Die im Wagen installierte Kamera hatte das ganze Rennen aufgezeichnet.

Nachdem die Beamten den Raser gestoppt hatten, soll er erklärt haben, er habe sich "so sehr" über einen "ebenbürtigen Gegner für eine Wettfahrt" gefreut. Das Missverständnis kommt den Raser nun teuer zu stehen: Es wird ein Bußgeld von mindestens 630 Euro fällig. Außerdem könnten noch einiges an Kosten für Busse und Taxis dazukommen: Der Führerschein des 23-Jährigen wird für drei Monate eingezogen.

(mit dpa)

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