Baruth/Mark in Brandenburg : Schweinediebe stehlen 35 Ferkel aus Mastanlage

Unbekannte Diebe sind am Wochenende in eine Schweinemastanlage im Landkreis Teltow-Fläming eingebrochen. Ihre Beute: 35 Ferkel.

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Sie sind süß - und lecker: Mastferkel in Aktion (Symbolfoto).
Sie sind süß - und lecker: Mastferkel in Aktion (Symbolfoto).Foto: Jens Wolf/dpa

Die Brandenburger Polizeidirektion West sucht seit Sonntagfrüh nach einem oder mehreren Schweinedieben. Der oder die Täter waren zwischen Samstagmorgen 11 Uhr und Sonntagmorgen 8 Uhr in eine Mastanlage in Charlottenfelde (Gemeinde Baruth/Mark, Landkreis Teltow-Fläming) eingebrochen. Ein Angestellter bemerkte den Diebstahl, als er die Tiere am Sonntagmorgen füttern wollte.

In der Schweinemastanlage leben nach Polizeiangaben rund 1.800 Tiere. "Unbekannte Täter hoben das zweiflüglige Tor der Umzäunung aus der Halterung und gelangten so auf das Gelände", heißt es im Polizeibericht. Dann hätten die Täter das Tor zu einem der vier Ställe aufgehebelt und 35 Mastferkel aus einer abgeteilten Box entwendet. "Der Rest der Tiere wurde in den Ställen belassen", hieß es.

Täter gingen offenbar gezielt vor

Die Ermittler rätseln, wer als Schweinedieb in Betracht kommen könnte. "Diese Tat ist total ungewöhnlich. Vielleicht sind die Täter selber Bauern oder betreiben ein Cateringunternehmen", sagte ein Beamter am Sonntag halb im Scherz. Man gehe davon aus, dass der Diebstahl von Fachleuten begangen wurde. "Ferkel sind keine Hunde und laufen einem hinterher. Man kann sie auch nicht so einfach wegtreiben. Man muss sie aus der Box heben und dann in ein geeignetes Transportmittel verladen."

Ein normales Auto reiche dafür nicht aus; man benötige mindestens einen Transporter oder sogar einen Viehlaster, um die Tiere wegzubringen. "Es ist auf jeden Fall ein Unternehmen, das viel Lärm macht. Die Ferkel quieken ja." Die wenigen Bewohner von Charlottenfelde seien bereits befragt worden, niemand habe etwas bemerkt. Allerdings liege die Mastanlage auch ein gutes Stück vom Dorf entfernt.

Tierschützer kämen als Täter eher nicht in Frage, hieß es aus Ermittlerkreisen: "Die sperren einfach das Tor auf und lassen alle Tiere frei. In diesem Fall sind die Täter ganz gezielt vorgegangen." Die Höhe des entstandenen Sachschadens beläuft sich laut Polizei auf etwa 2.000 Euro.

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