Berlin-Altglienicke und Fennpfuhl : Zwei rassistische Vorfälle in der Nacht zu Samstag

In Altglienicke warf ein Mann eine Bierflasche gegen ein Flüchtlingsheim, in Fennpfuhl wurde ein Mann aufgrund seiner Hautfarbe zusammengeschlagen.

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SymbolbildFoto: dpa/Patrick Pleul

Zunächst warf im Treptow-Köpenicker Stadtteil Altglienicke ein Mann eine leere Bierflasche gegen eine Hauswand. In dem Gebäude leben auch Flüchtlinge. Wie die Polizei mitteilte, beobachtete ein Zeuge den 37-Jährigen, wie er gegen 19 Uhr erst die Bierflasche leerte und sie dann gegen das Haus im Schwalbenweg, unmittelbar an der Berlin-Brandenburger Landesgrenze, warf. Außerdem äußerte er sich nach Angaben einer Polizeisprecherin "negativ über Flüchtlinge". Ein Security-Mitarbeiter hielt den betrunkenen Mann fest, bis die Polizei kam. Da er keine Papiere dabei hatte, wurden seine Personalien in seiner Wohnung festgestellt. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt, ebenso wie beim zweiten Fall.

Hier wurden gegen 23 Uhr Polizisten zum Weißenseer Weg in Lichtenberg, Ortsteil Fennpfuhl, gerufen. Dort trafen sie auf zwei Männer, von denen einer, ein 38-Jähriger, verletzt war. Den Polizisten erklärte er, man habe ihm völlig unvermittelt eine Flasche auf den Hinterkopf geschlagen, anschließend habe er einen Kopfstoß und einen Fausthieb kassiert. Daraufhin sei er zu Boden gegangen, worauf ihn der Angreifer aufgrund seiner Hautfarbe rassistisch beleidigt habe. Passanten kamen dem Angegriffenen zu Hilfe und riefen die Polizei. Der andere Mann, ein 52-Jähriger, wurde festgenommen. Die Polizisten maßen bei ihm einen Atemalkoholwert von über 2 Promille.

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