Berlin-Britz : Brandanschlag auf Auto von Flüchtlingshelferin

Die Polizei ermittelt in Richtung eines politischen Tatmotives. In Neukölln häufen sich in den letzten Monaten Anschläge mit rechtem Hintergrund.

Immer wieder brennen in Berlin Autos. (Symbolbild)
Immer wieder brennen in Berlin Autos. (Symbolbild)Foto: imago stock&people

Unbekannte haben einen Brandanschlag gegen eine Flüchtlingshelferin in Neukölln verübt. Sie zündeten in der Nacht ihr Auto an, das neben einem Haus in Britz abgestellt war. Der Wagen brannte laut Polizei vollständig aus, verletzt wurde niemand. Das Gebäude blieb bis auf Rußspuren unversehrt. Nach Angaben der sozialistischen Jugendorganisation Die Falken und der SPD ist die Besitzerin des Autos aktiv in der Flüchtlingshilfe und engagiert sich in einer Bürgerinitiative gegen Rechtsextremismus. Ihre Kinder gehören den Falken an. Da eine politische Motivation für den Anschlag somit in Frage kommt, übernahm der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt die Ermittlungen.

In den letzten Monaten häuften sich politisch motivierte Anschläge mit einem rechtsextremen Hintergrund auf Autos und Läden in Neukölln. Mitte Januar haben Unbekannte das Auto der SPD-Politikerin Mirjam Blumenthal angezündet.  Der Jugendverband „Falken“, den Blumenthal leitet, war mehrfach das Ziel mutmaßlich rechtsextremistischer Anschläge. Innensenator Geisel setzte Ende Januar dann sogar eine neue Ermittlergruppe namens "Resin" - "Rechte Straftaten in Neukölln" - ein. (Tsp, dpa)

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