Berlin-Friedrichshain : Weitere Autos in der Rigaer Straße demoliert

In der Nacht zu Donnerstag haben Unbekannte bereits 21 Autos in der Rigaer Straße beschädigt. Nun wurden erneut Fahrzeuge und ein Bauzaun beschmiert.

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Schmierereien auf Autos in der Rigaer Straße.
Schmierereien auf Autos in der Rigaer Straße.Foto: Felix Hackenbruch


Weiterer Vandalismus in der Rigaer Straße in Friedrichshain: Unbekannte haben in der Nacht auf Freitag zwei Fahrzeuge sowie einen Bauzaun in Friedrichshain mit teils politischen Parolen beschmiert. In der Rigaer Straße hatten es die Unbekannten auf zwei Fahrzeuge von Car-Sharing-Firmen abgesehen und beschmierten unter anderem die Motorhauben der Autos mit dem Anarchie-Zeichen. Darüber hinaus wurde ein Bauzaun auf einer Fläche von rund 20 Metern mit Parolen beschmiert. Dort schrieben die Täter unter anderem "Wer hier wohnt, kriegt Ärger!"

Angestellte des Zentralen Objektschutzes sahen gegen 1.50 Uhr die Farbschmierereien und verständigten ihre Kollegen. Da die verwendeten Symbole und Zitate immer wieder aus linksextremen Kreisen verwendet werden und die Rigaer Straße ist für ihre linksextreme Szene bekannt ist, geht die Polizei offenbar von einer politisch motivierten Tat aus. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes, der bei politischen Delikten zuständig ist, führt deshalb nun die Ermittlungen.

Geisel spricht von "blinder Zerstörungswut"

Bereits in der Nacht zuvor hatten Unbekannte insgesamt 21 Autos in einer Tiefgarage in der Rigaer Straße beschädigt und ebenfalls politische Botschaften hinterlassen. Innensenator Andreas Geisel (SPD) verurteilte die Tat bereits wenige Stunden später: „Es ist absolut inakzeptabel, wenn Eigentum von Menschen beschädigt und zerstört wird." Autos zu demolieren sei kein Ausdruck von politischer Reife, sondern zeuge von "blinder Zerstörungswut gegen vermeintlich Bessergestellte."

Auch in diesem Fall ermittelt der Staatsschutz und sucht Zeugen. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 030/4664952101 entgegen, bis Freitagmorgen sei lediglich ein Hinweis eingegangen, so ein Polizeisprecher..

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