Berlin-Gesundbrunnen : 30 Leute gehen aufeinander los - Polizei muss einschreiten

Zoff in der Koloniestraße: Am Mittwochnachmittag lieferten sich zwei Gruppen mit insgesamt 30 Personen eine Schlägerei. Die Polizei nahm zehn Personen vorläufig fest.

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Foto: dpa/Patrick Pleul

Die Polizei musste am Mittwochnachmittag in Gesundbrunnen in eine Massenschlägerei eingreifen.

Gegen 17.30 Uhr waren in der Koloniestraße zwei große Gruppen aufeinander losgegangen. Insgesamt sollen etwa 30 Personen an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen sein. "Die Gruppen waren ganz offensichtlich unterschiedlicher Meinung. Was der Anlass des Streits war, können wir noch nicht sagen", hieß es am Donnerstag bei der Polizei. Die rivalisierenden Gruppen schlugen aufeinander ein, sie sollen auch Pfefferspray gegeneinander eingesetzt haben. Es soll aber keine Verletzten gegeben haben.

Die Gewerkschaft der Polizei teilte per Twitter mit, dass die rivalisierenden Gruppen auch Steine eingesetzt hätten. Außerdem sei die Polizeiarbeit durch "hinzukommende Schaulustige" behindert worden. Die Polizei konnte die Lager dennoch trennen. Zehn Personen wurden vorläufig festgenommen. Nachdem ihre Identität festgestellt worden war, kamen sie wieder auf freien Fuß.

Die Koloniestraße ist eine Querstraße der Soldiner Straße. Dort hatte sich vor kurzem eine Menge von 70 Personen gegen die Polizei zusammengetan und ihre Arbeit behindert. Nur zwei Tage später war es in der Badstraße an einem Friseurgeschäft ebenfalls zu Tumulten gekommen. 30 Personen waren einem Mann zur Hilfe gekommen, der festgenommen werden sollte. Zuvor hatte sich der Mann mit Polizisten geschlagen. Ursache für den Ausraster: Die Beamten hatten vor seinem Geschäft eine Passantin kontrollieren wollen.

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