Berlin-Gropiusstadt : Wagen abgeschleppt - Falschparker flippt aus

Ein Mann hat Mittwochnachmittag zwei Mitarbeiter eines Abschleppunternehmens angegriffen, weil sie sein Auto umsetzen wollten. Einem Polizisten brach er den Finger.

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Die Polizei im Einsatz. (Symbolbild)
Die Polizei im Einsatz. (Symbolbild)Foto: dpa/Archiv

Der Mann hatte seinen Wagen in einer Feuerwehrzufahrt eines Privatgrundstücks im Theodor-Loos-Weg abgestellt. Das blieb nicht unbemerkt: die Hausverwaltung wollte den Wagen abschleppen lassen. Um 14.25 Uhr am Mittwochnachmittag kam der Abschleppdienst, um den Wagen kostenpflichtig umzusetzen. Die zwei Männer des Abschleppunternehmens hatten das Auto schon auf ihren Laster verladen, als der 40-jährige Besitzer erschien. Unterstützung bekam er von seiner gleichaltrigen Lebensgefährtin.

Drohungen, Spucke, Schläge

Ein Anwohner bekam die nun folgenden Ereignisse mit. Erst pöbelte der Fahrer die beiden Arbeiter an - auch Beschwichtigungsversuche halfen nicht. Dann forderte er die Herausgabe des Wagens. Als die Arbeiter dies verweigerten, drohte der 40-Jährige einem der Arbeiter Schläge an. Er bespuckte den 26-Jährigen und verpasste ihm dann einen Fausthieb. Einem zweiten Schlag wich der Arbeiter aus.

Offenbar war der 26-Jährige schon öfter in ähnlichen Situationen gewesen. Jedenfalls war er mit Pfefferspray bewaffnet. Er zückte die Dose und sprühte dem Angreifer eine Ladung Pfeffer ins Gesicht. Der 40-Jährige zog, die Partnerin an der Seite, vorerst ab.

Mittlerweile war auch die Polizei geholt worden. Während des Gesprächs mit den beiden Arbeitern kam der Autobesitzer zurück. Anscheinend hatte er sich die Augen ausgespült und war nun wieder zu Handgreiflichkeiten in der Lage.

Angriff vor den Augen der Polizei

Vor den Augen der Polizisten griff er den 26-Jährigen erneut an. "Er war weiter sehr aggressiv und trat den 26-Jährigen, wobei er an der Hand leicht verletzt wurde", heißt es im Polizeibericht. Die Beamten schnappten sich den Angreifer, zwangen ihn zu Boden und fesselten ihn. "Dagegen wehrte sich der Festgenommene weiter sehr heftig und brach dabei einem Beamten den kleinen Finger", so die Polizei.

Nach der Festnahme kam auch die Partnerin des 40-Jährigen wieder dazu. Sie forderte die Freilassung ihres Freundes, wurde dann ebenfalls handgreiflich und schlug nach einem Beamten. Das Ergebnis der Aktion: auch die Frau wurde vorläufig festgenommen.

Die beiden Leichtverletzten - der Polizist und der Mitarbeiter des Abschleppdienstes - ließen ihre Verletzungen im Krankenhaus behandeln, durften danach aber nach Hause.

Die Polizei schrieb gegen den 40-Jährigen Anzeigen wegen Widerstands, Nötigung, Beleidigung und mehreren Körperverletzungen. Seine Partnerin erhielt Anzeigen wegen versuchter Gefangenbefreiung und versuchter Körperverletzung. Auch dem 26-Jährigen steht möglicherweise Ärger mit der Justiz ins Haus: Gegen ihn wird durch den Einsatz des Pfeffersprays wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

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