Berlin-Marzahn : Schüsse vorm Flüchtlingsheim

Vor dem Flüchtlingsheim am Glambecker Ring wurde Freitagnacht aus einem fahrenden Auto heraus mehrfach mit einer Gaswaffe in die Luft geschossen.

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Einsatz in Berlin. Die Polizei rückte aus.
Einsatz in Berlin. Die Polizei rückte aus.Foto: dpa

Vor dem Flüchtlingsheim am Glambecker Ring in Marzahn sind in der Freitagnacht mehrere Schüsse gefallen. Ein Bewohner der Unterkunft sagte der Polizei, dass gegen 23.05 Uhr ein dunkles Auto an der Unterkunft vorbeigefahren sei.

Auf Höhe des Heims lehnte sich der Beifahrer aus dem Seitenfenster, rief laut "Allahu Akbar" und feuerte mehrfach mit einer Pistole in die Luft. "Die Schüsse seien steil in den Himmel und nicht in Richtung der Unterkunft gerichtet gewesen", heißt es im Polizeibericht. Anschließend fuhr das Auto in Richtung Blumberger Damm davon.

Die Polizei sicherte auf der Fahrbahn des Glambecker Rings vier Patronenhülsen. Sie stammten aus einer Schreckschusswaffe. Der dunkle Wagen konnte nicht mehr gefunden werden. Die Polizei ermittelt wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz, der Polizeiliche Staatsschutz wurde informiert.

Nicht der erste Vorfall am Heim

Es ist nicht der erste Vorfall an der Flüchtlingsunterkunft am Glambecker Ring gewesen. Im September warfen Unbekannte eine brennende Bengalofackel über den Zaun des Heims; wenige Tage später hatten betrunkene Neonazis versucht, auf das Gelände der Unterkunft zu gelangen.

Zuvor hatten die Täter vor der in der Nähe gelegenen Unterkunft am Blumberger Damm gepöbelt. Auch dieses Heim wird immer wieder zum Ziel von Anschlägen: So waren im August mehrere improvisierte Fackeln über den Zaun geworfen worden. Im Anschluss hatte es mehrere Festnahmen und Wohnungsdurchsuchungen gegeben.

Wie berichtet hatten Unbekannte in der Nacht zu Freitag einen Anschlag mit einer Handgranate auf eine Flüchtlingsunterkunft in Villingen-Schwenningen in Baden-Württemberg verübt. Die Handgranate landete auf dem Gelände der Unterkunft im Schwarzwald-Baar-Kreis.

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