Berlin-Mitte : Demonstranten verletzen Polizisten schwer

Sie trugen einen Sarg und skandierten "Merkel ist tot". Als die Polizei die illegale Versammlung auflöste, schlug ein Demonstrant einen Polizisten nieder und brach ihm den Kiefer.

Foto: dpa/Patrick Pleul

Bei einem Polizeieinsatz wegen einer nicht angemeldeten Versammlung wurden am Montagnachmittag zwei Polizisten verletzt. Gegen 16.20 Uhr hatten Zeugen die Polizei über zehn Personen informiert, die in der Torstraße in Mitte mit einem Sarg entlang laufen und lautstark "Merkel ist tot" skandieren.

Am Rosa-Luxemburg-Platz wurden die Personalien der Teilnehmer durch die Beamten festgestellt. Eine 33-Jährige gab sich als Versammlungsleiterin zu erkennen und beendete die nicht angemeldete Demonstration schließlich. Bei der Überprüfung der Personalien stellte sich heraus, dass gegen einen 37-jährigen Teilnehmer der Versammlung mehrere offene Haftbefehle bestanden. Als die Polizisten den Mann daraufhin festnahmen, leistete er erheblichen Widerstand, indem er um sich trat und schlug.

Polizeibeamter erlitt Platzwunden und Kieferbruch

Als die Beamten ihn daraufhin zu Boden brachten, stürmten vier ehemalige Versammlungsteilnehmer, darunter auch die 33-Jährige, auf sie zu. Nach Zeugenaussagen traten und schlugen sie auf die Beamten ein und ermöglichten dem Festgenommenen so die Flucht. Die drei Männer im Alter von 24 und 25 Jahren und die Frau, konnten festgenommen werden.

Eine Polizeibeamtin erlitt durch die Tritte und Schläge Verletzungen an den Armen und Beinen, blieb aber im Dienst. Ein Polizeibeamter erlitt neben diversen Platzwunden unter anderem einen Kieferbruch, trat vom Dienst ab musste in einem Krankenhaus behandelt werden. Die Beamten leiteten Strafermittlungsverfahren wegen einem Verstoß gegen das Versammlungsgesetz, Widerstands, gefährliche Körperverletzung und Gefangenenbefreiung ein. Am Montag war in sozialen Medien im Internet die Falschmeldung verbreitet worden, dass Angela Merkel gestorben ist.

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