Berlin-Mitte : Linksextremisten verüben Farb-Anschlag auf Innenverwaltung

Die Innenverwaltung in Mitte wurde in der Nacht zu Sonntag mit Farbe attackiert. Im Internet bekannten sich Linksextremisten zu dem Anschlag. Sie wollten damit gegen Frank Henkels Position im Streit um die Flüchtlinge protestieren.

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Die Tür zur Senatsinnenverwaltung wurde am Wochenende mit Farbe beworfen.
Die Tür zur Senatsinnenverwaltung wurde am Wochenende mit Farbe beworfen.Foto: dpa

Linksextremisten haben in der Nacht zu Sonntag das Gebäude der Senatsinnenverwaltung mit Farbe attackiert. Die Polizei entdeckte die grüne und weiße Farbe erst am Sonntagabend, nachdem die Täter am Nachmittag eine Selbstbezichtigung auf einer einschlägigen Internetseite veröffentlicht hatten. In dem Bekennerschreiben heißt es: "Die Aktion richtete sich gegen die rassistische Politik des Innensenators Henkel und sein Ultimatum gegen den von Geflüchteten besetzten Oranienplatz." 

Nach Angaben der Polizei wurden für den Anschlag "Christbaumkugeln  missbraucht", die mit grüner und weißer Farbe gefüllt waren, Reste der Kugeln wurden sichergestellt. In der Selbstbezichtigung wird Innensenator Frank Henkel (CDU) vorgeworfen, "die Situation am Oranienplatz zu einer Frage von Law and Order zu erklären. Das ist zynisch angesichts von Gesetzen, die Geflüchtete abwerten, ausgrenzen und kriminalisieren." 

Der für politische Delikte zuständige Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen. Bekanntlich streiten sich gerade die grüne Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann mit dem Innensenator um die Räumung der Zelte am Kreuzberger Oranienplatz.

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