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Berlin-Moabit : Häftling flieht nach Sprung aus Fenster der Ausländerbehörde

Ein 24-jähriger Häftling ist am Donnerstagvormittag aus einem Fenster im ersten Stock der Ausländerbehörde gesprungen und geflohen. Er sollte einen neuen Pass erhalten und wurde von zwei Polizisten begleitet. Als die Beamten ihm die Handschellen abgenommen hatten, nutzte der 24-Jährige die Gelegenheit zur Flucht.

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Der 24-jährige Algerier saß nach Angaben der Senatsjustizverwaltung seit August in der Jugendstrafanstalt Plötzensee ein. Er war wegen Handels mit Betäubungsmitteln zu 14 Monaten Haft verurteilt worden. Gegen 11.40 Uhr wurden er und ein weiterer Häftling von zwei Polizisten zur Ausländerbehörde am Friedrich-Krause-Ufer gebracht. Laut Polizei sollte für den 24-Jährigen ein Ersatzpass ausgestellt werden. Dazu war laut Senatsinnenverwaltung ein Termin mit einem Mitarbeiter der algerischen Botschaft vereinbart.

Laut Polizeiangaben wurden die beiden Häftlinge in ein Wartezimmer im ersten Stock der Ausländerbehörde gebracht. Als die Beamten dem 24-Jährigen die Handschellen abgenommen hatten und sich dem zweiten Häftling zuwandten, nutzte der 24-Jährige die günstige Situation aus. Er riss ein Fenster zur Straße auf und sprang etwa 3,5 Meter in die Tiefe. Er landete auf dem Gehweg vor der Ausländerbehörde, blieb unverletzt und lief davon. Einer der Beamten nahm die Verfolgung auf, während der andere beim zweiten Häftling blieb - allerdings konnte der 24-Jährige seinem Verfolger entkommen. Die Polizei sucht nun nach dem flüchtigen Häftling.

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