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Berlin-Neukölln : NPD sagt Demo am 1. Mai in Berlin ab

Berlin bleibt ein Naziaufmarsch am 1. Mai erspart. Die NPD hat ihre vor längerer Zeit angemeldete Demonstration abgesagt.

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Starren auf der Jannowitzbrücke: Der NPD-Aufmarsch am 27. April wurde von Gegendemonstranten erfolgreich blockiert.
Starren auf der Jannowitzbrücke: Der NPD-Aufmarsch am 27. April wurde von Gegendemonstranten erfolgreich blockiert.Foto: imago

Die Rechtsextremisten werden am 1. Mai nicht in Neukölln demonstrieren. Dies erfuhr der Tagesspiegel aus Polizeikreisen. Die Absage wurde mit Erleichterung im Präsidium aufgenommen. Die NPD wollte am Vormittag des 1. Mai im Neuköllner Ortsteil Britz in der Nähe eines Flüchtlingsheims protestieren. Dagegen hatten linke Gruppe massive Proteste angekündigt. Der Polizei bleibt so eine ähnliche Situation wie am Sonnabend erspart, als 1500 Beamte eine Demonstration der NPD sichern mussten. Die Rechtsextremen wollten mit ihrem Protestzug durch Kreuzberg ziehen, was aber von Gegendemonstranten verhindert wurde. 17 Polizisten waren bei Angriffen militanter Linksautonomer verletzt worden, die mit Steinen, Flaschen und Brandfackeln auf Polizeiketten warfen.

NPD-Chef Sebastian Schmidtke bestätigte die Absage. Die Anmeldung für den 1. Mai bereits im Januar sei vorsorglich erfolgt, falls die Demonstration am Sonnabend völlig gescheitert wäre, sagte Schmidtke. Da man nach dem kurzen Aufmarsch an der Jannowitzbrücke "erfolgreich durch Adlershof" demonstriert sei, könne man auf die Demo am 1. Mai verzichten. Stattdessen werde die Berliner Nationaldemokraten am 1. Mai Veranstaltungen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg besuchen.

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