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Berlin-Pankow : 13 Rechtsextremisten demonstrierten gegen "Überfremdung des Bezirks"

Genau 13 Rechtsexremisten der Berliner NPD demonstrierten am Sonnabendmittag vor dem Pankower Freibad gegen die "Überfremdung unseres Bezirkes".

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Proteste gegen eine NPD-Demo (Archivfoto)
Proteste gegen eine NPD-Demo (Archivfoto)Foto: RUS

Linke Gruppen hatten zu drei Protestveranstaltungen gegen diese Mini-Kundgebung des Pankower Kreisverbandes der NPD aufgerufen, daran nahmen 120 Menschen teil. Beide Seiten versammelten sich gegen 12 Uhr mittags in der Wolfshagener Straße, ein größeres Aufgebot der Polizei trennte die Gruppen voneinander. Nach Polizeiangaben gab es fünf Strafanzeigen gegen linke Demonstranten, und zwar vier wegen Beleidigung und eine wegen Körperverletzung.

Das Motto der Gegenkundgebung lautete "Kein Kiez für Nazis". Auf einer Internetseite der NPD hieß es: "Einer dieser Überfremdungsschwerpunkte ist seit Jahren das Freibad Pankow. Längst können deutsche Familien nicht mehr ungestört bei heißem Wetter in ihrem Bezirk baden gehen." Im Aufruf der "Antifa Nordost" wurde dies als "übliches Schwadronieren" bezeichnet, die letzten körperlichen Auseinandersetzen lägen Jahre zurück. Tatsächlich hatte es in diesem Freibad in der Vergangenheit häufiger Polizeieinsätze gegeben, ausgelöst durch aggressive Badegäste "mit Migrationshintergrund", wie ein Sprecher der Bäderbetriebe nach einer Räumung des Bades durch die Polizei im Jahr 2013 gesagt hatte.

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