Berlin-Prenzlauer Berg : Betrunkener scheitert mit "Geiselnahme"

Die Folgen von 2,31 Promille: Erst rief ein 24-Jähriger selbst die Polizei, weil er einen Mann in einer Wohnung in Prenzlauer Berg festhielt. Später warf der Betrunkene Gegenstände aus seinem Küchenfenster.

Foto: dpa/Patrick Pleul

Turbulent ging es in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch im Prenzlauer Berg zu: Gegen 0.40 Uhr alarmierte ein 24-Jähriger die Feuerwehr und gab an, in einer Wohnung in der Christburger Straße eine Geisel genommen zu haben. Die Brandretter verständigten gleich mal die Kollegen von der Polizei.

Als die in Prenzlauer Berg eintraf, stand vor dem Wohnhaus bereits ein Rettungswagen, in dem ein 59-Jähriger versorgt wurde. Er wurde offenbar zuvor von dem Anrufer in der Wohnung am Handgelenk festgehalten, konnte sich aber losreißen und flüchten.

Unterdessen erschien der 24-Jährige am Fenster der Wohnung in der dritten Etage, schrie, hatte ein Messer in der Hand und warf mit Küchenmessern und Gegenständen, weshalb die Polizei erst einmal die Straße sperrte.

Die Beamten sprachen daraufhin durch die geschlossene Wohnungstür mit dem Mann, der sich offenbar langsam beruhigte, aber angab, die Tür nicht mehr öffnen zu können, weil der von innen steckende Schlüssel abgebrochen sei. Sie öffneten die Tür schließlich gewaltsam und nahmen den Randalierer fest.

Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,31 Promille. Eine Amtsärztin wies den Mann vorübergehend in eine Klinik ein, die Sperrung der Straße wurde gegen 2.15 Uhr aufgehoben. (Tsp)

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