Berlin-Reinickendorf : Flüchtlinge bedrohen und beleidigen Wachleute

Ein betrunkener Syrer hat Mittwochfrüh einen Polizeieinsatz in einer Gemeinschaftsunterkunft an der Zobeltitzstraße ausgelöst. 150 Flüchtlinge gingen die Wachleute an.

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Foto: dpa/Patrick Pleul

In einer Gemeinschaftsunterkunft an der Zobeltitzstraße in Reinickendorf gab es Mittwochfrüh eine Auseinandersetzung zwischen Flüchtlingen und Wachleuten. Nach Polizeiangaben taten sich 150 der insgesamt 300 Bewohner gegen die Sicherheitsmänner zusammen, diese mussten sich vor den aufgebrachten Menschen in Sicherheit bringen. 30 Polizeibeamte beruhigten die Gemüter, bevor es Verletzte gab.

Demnach war ein 32-jähriger Syrer gegen 1 Uhr betrunken in der Unterkunft erschienen. In der Sicherheitsschleuse sollte er seinen Hausausweis vorlegen. Der Mann weigerte sich zunächst; erst nach langer Diskussion ließ er sich dazu erweichen, den Hausausweis zu zeigen. Die Wachleute ließen den Mann in die Unterkunft.

Offenbar fühlte sich der Syrer trotzdem schlecht behandelt - und seine Mitbewohner solidarisierten sich mit ihm. "Kurz darauf rannten rund 150 Personen aus der Unterkunft in aggressiver Weise auf die fünf Sicherheitsleute im Alter von 25 bis 43 Jahren zu", heißt es im Polizeibericht. Die Wachleute hätten sich in Sicherheit bringen müssen, sie seien "trotz massiver Bedrohungen und Beleidigungen" unverletzt geblieben.

Die Sicherheitsleute wählten den Notruf. 30 Polizisten machten sich auf den Weg zur Unterkunft. Zusammen mit dem Heimleiter sei es dann gelungen, die aufgebrachte Menge zu beruhigen und sie zur Rückkehr in die Unterkunft zu bewegen.

Nur der 32-Jährige wollte sich nicht beruhigen lassen. Laut Polizei brüllte der Mann weiter und musste von seinen Mitbewohnern "mit erheblicher Anstrengung" von Handgreiflichkeiten abgehalten werden. Der Mann wurde vorläufig festgenommen. Er schlug nach den Beamten, traf aber nicht.

Ein Arzt untersuchte den Mann. Der Mediziner stellte fest, dass dieser unter einer psychischen Erkrankung leidet. Der 32-Jährige wurde in einem Krankenhaus untergebracht. Gegen ihn wird nun wegen Widerstands und versuchter Körperverletzung ermittelt.

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