Berlin-Spandau : Intensivtäter prügelte auf Polizisten ein

Polizeibeamte in Spandau nahmen in der Nacht zu Sonnabend einen äußerst aggressiven und bereits als Intensivtäter bekannten 18-Jährigen fest.

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Die Berliner Polizei (Symbolbild).
Die Berliner Polizei (Symbolbild).Foto: dpa

Gegen 0.50 Uhr alarmierte ein Zeuge die Polizei in die Grunewaldstraße, weil dort ein Unbekannter mehrere Motorräder umgeworfen und dabei beschädigt hatte. Der Zeuge gab an, der Täter sei in eine gegenüberliegende Bar geflüchtet. Die Polizisten begaben sich in die Bar, konnten jedoch niemanden finden, auf den die Beschreibung zutraf. Als sie sich wenig später zu den umgeworfenen Zweirädern begaben um den Schaden zu begutachten, kam aus der Bar plötzlich ein junger Mann und fing sofort an, die Beamten zu beleidigen. Mehrere Aufforderungen sich wieder zu entfernen und die polizeilichen Maßnahmen nicht weiter zu stören, stießen bei dem aggressiven 18-Jährigen auf taube Ohren. Auch nachdem ihm ein Platzverweis erteilt worden war, weigerte er sich wegzugehen. Einer der beiden Polizisten drängte den 18-Jährigen daraufhin ein Stück beiseite, was dieser sofort zum Anlass nahm, dem Beamten ins Gesicht zu schlagen. Der Polizist schubste ihn weg, der aggressive Heranwachsende ging jedoch immer wieder auf ihn los. Zusammen mit seinem Kollegen, gelang es schließlich, den 18-Jährigen zu Boden zu bringen, der weiterhin heftig um sich schlug und trat und die Polizisten fortwährend beleidigte. Zur gleichen Zeit kamen aus der Bar immer mehr Personen, die einen Ring um die Beamten bildeten. Zwei 18- und 20-Jährige versuchten den Festgenommenen zu befreien und schlugen und traten ebenfalls auf die Polizisten ein. Durch, wenig später zur Unterstützung eintreffende Polizeibeamte, konnte die Situation schließlich beruhigt werden. Der 18-Jährige wurde wegen Widerstands, Körperverletzung und Beleidigung vorläufig festgenommen in eine Gefangenensammelstelle gebracht. Gegen die beiden 18- und 20-Jährigen wurden Ermittlungen wegen versuchter Gefangenenbefreiung eingeleitet. Drei Polizisten erlitten Verletzungen, verblieben jedoch im Dienst.

 

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