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Berliner Verkehrspolitik : ADFC und Senat radeln gemeinsam

Beim offiziellen Start der Kampagne "Stadtradeln" kündigt der Staatssekretär an: Die Radwege-Baugesellschaft soll noch im September kommen.

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Radwege gibt es auf einem großen Abschnitt des Tempelhofer Damms keine.
Radwege gibt es auf einem großen Abschnitt des Tempelhofer Damms keine.Foto: Daniel Karmann/dpa

Drei Wochen lang macht die deutsche Hauptstadt bei der bundesweiten Kampagne "Stadtradeln" mit. Am Sonnabend wollen Verkehrsstaatssekretär Christian Gaebler (SPD) und ADFC-Chefin Eva-Maria Scheel den Startschuss im Gleisdreieckpark geben. Bis zum 29.09.2016 können Berlinerinnen und Berliner und alle, die in Berlin arbeiten, mit dem Fahrrad möglichst viele Kilometer erradeln und diese auf der Internetseite stadtradeln.de nach vorheriger Anmeldung eintragen. Das Ziel ist ein umweltpolitisches: Berlin möchte bis 2050 klimaneutrale Stadt werden. Und jeder gefahrene Radkilometer vermeidet CO2-Ausstoß.

Die Kampagne wird anschließend die Gewinner küren, und zwar den besten Einzelteilnehmer, die aktivste Kommune und das aktivste Parlament. Denn angesprochen werden besonders Parlamentarier, um sie für das Fahrrad zu begeistern.

Unter dem Druck des Fahrrad-Volksentscheids hatte der Senat im Frühjahr die Idee entwickelt, eine Planungsgesellschaft für Radverkehr als GmbH unter dem Dach von Grün Berlin zu gründen. Grün Berlin ist für die großen Parks wie das Tempelhofer Feld oder den Britzer Garten zuständig. Wie Staatssekretär Gaebler am Sonnabend dem Tagesspiegel sagte, solle diese noch im September gegründet werden, damit sie direkt nach der Wahl die Arbeit aufnehmen kann. Derzeit hat sie den Arbeitstitel "Infra/Velo-GmbH".  Sie soll für große Projekte zuständig sein und "den Überblick" behalten.  Fahrradaktivisten und der Volksentscheid hatten das langsame Tempo der Verkehrsverwaltung massiv kritisiert. Zuletzt hatte auch Verkehrssenator Andreas Geisel (SPD) zugegeben, dass „der Radverkehr schneller wächst als unsere Umsetzung.“

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