Dies geschah in Berlin in der Nacht : Viele Einsätze für die Polizei

Ganz Berlin steht unter dem Eindruck der Terroranschläge in Paris. Die Berliner Polizei musste dennoch in der Nacht zu Sonnabend mehrfach ausrücken.

 

Ein Polizeiwagen im Einsatz. (Symbolbild)
Ein Polizeiwagen im Einsatz. (Symbolbild)Foto: dpa/Archiv

Steinwürfe von Linksextremisten: Samstag früh alarmierte ein unbekannter Anrufer die Polizei zu einer angeblichen Schlägerei nach Friedrichshain. Als die Beamten einer Einsatzhundertschaft mit ihrem Gruppenwagen gegen 4.20 Uhr am vermeintlichen Tatort in der Rigaer Straße eintrafen, wurde ihr Fahrzeug von Unbekannten mit Kleinpflastersteinen beworfen. Insbesondere das Wagendach wurde dadurch beschädigt. Die Polizisten blieben unverletzt. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes Berlin hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Radfahrer bei Unfall verletzt: In der Nacht ist bei einem Unfall in Friedrichshain ein Radfahrer schwer verletzt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen war der 56-Jährige kurz vor Mitternacht mit seinem Fahrrad auf dem Gehweg der Andreasstraße in Richtung Lebuser Straße unterwegs und soll zum Überqueren der Karl-Marx-Allee bei Rot auf die Fahrbahn gefahren sein. Dabei wurde er von einem Taxi erfasst, das aus der Lebuser Straße links in die Karl-Marx-Allee in Richtung Straße der Pariser Kommune abgebogen war. In Folge des Zusammenstoßes stürzte der 56-Jährige, der offenbar alkoholisiert war, auf die Fahrbahn. Rettungssanitäter brachten ihn mit einer Kopfverletzung zur stationären Behandlung in eine Klinik. Der 66 Jahre alte Taxifahrer wurde nicht verletzt. Während der Rettungsarbeiten und der Unfallaufnahme war die Karl-Marx-Allee in Richtung Straße der Pariser Kommune zwischen der Andreas- und Koppenstraße rund vier Stunden gesperrt.

Gegen Baum geprallt – zwei Schwerverletzte: Nachdem ein Auto in der Nacht in Marzahn gegen einen Baum geprallt war, mussten zwei Männer stationär in Krankenhäusern aufgenommen werden. Gegen 1.30 Uhr war Ermittlungen zufolge ein 20-Jähriger mit einem Opel in der Klandorfer Straße in Richtung Märkische Allee unterwegs und kam aus bislang unbekannter Ursache in einer Linkskurve von der Fahrbahn ab. Der Wagen rutschte anschließend über ein Rasenstück und stieß gegen einen Baum. Dabei erlitt der 20 Jahre alte Beifahrer, der offenbar nicht angeschnallt war, schwere Kopfverletzungen. Er und der Autofahrer, der alkoholisiert gewesen sein soll und ebenfalls Kopfverletzungen erlitten hatte, wurden in Kliniken gebracht. Eine Atemalkoholkontrolle bei dem Opel-Fahrer ergab einen Wert von 0,6 Promille. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt.

Mann fremdenfeindlich beleidigt: Freitagabend soll ein Mann in Rummelsburg fremdenfeindlich beleidigt und angegriffen worden sein. Der 40-Jährige parkte nach ersten Ermittlungen seinen Wagen gegen 18.45 Uhr auf dem Parkplatz eines Lebensmitteldiscounters in der Weitlingstraße und lief dann über den Parkplatz in Richtung des Geschäftes. Dabei ging er an einem Mann vorbei, der ebenfalls sein Auto gerade geparkt hatte. Dieser soll den 40-Jährigen dann plötzlich fremdenfeindlich beleidigt und mit der Hand auf den Kopf geschlagen haben. Anschließend stieg der mutmaßliche Angreifer in seinen Wagen und fuhr weg. Die folgenden Ermittlungen ergaben, dass es sich bei dem Tatverdächtigen um einen 53-Jährigen handelt. Die Ermittlungen des Polizeilichen Staatsschutzes beim Landeskriminalamt Berlin dauern an.

Paar überfällt Lottoladen: In Oberschöneweide wurde der Inhaber eines Geschäft überfallen. Freitagabend betraten nach den Angaben des 53-Jährigen ein Mann und eine Frau seinen Laden in der Schillerpromenade. Während der Unbekannte hinter den Verkaufstresen ging und den Besitzer mit einem Messer bedrohte, soll seine Komplizin die Herausgabe von Geld gefordert haben. Nachdem der Überfallene dem Paar das Geld gegeben hatte, verließen beide das Geschäft und flüchteten unerkannt in Richtung Griechische Allee. Der Ladenbesitzer kam mit dem Schrecken davon und blieb unverletzt.

Radfahrer stieß gegen Handmüllwagen: Bei dem Zusammenstoß mit einem Handkarren der BSR verletzte sich gestern Nachmittag ein Fahrradfahrer in Mitte schwer. Nach den bisherigen Ermittlungen schob der 69-Jährige gegen 15.35 Uhr sein Rad auf dem Gehweg der Rathausstraße in Richtung Alexanderplatz. Als er kurz vor dem Rathaus im Fußgängerbereich wieder auf sein Rad steigen wollte, soll er ins Schlingern geraten sein und stieß mit dem Handmüllwagen zusammen, der von einem 57-jährigen Mitarbeiter der Stadtreinigung geschoben wurde. Der Zweiradfahrer wurde mit einer Schnittwunde von den alarmierten Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht, wo er nach einer Operation stationär verblieb. Der BSR-Mitarbeiter blieb unverletzt.

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