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Fremdenfeindlicher Angriff : Trio bricht Indonesier fast das Genick

Bei einem Angriff mit offenbar fremdenfeindlichen Hintergrund am Sonntag, ist ein 23-Jähriger lebensgefährlich verletzt worden. Die drei Tatverdächtigen flüchteten.

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Bisher ist bekannt, dass ein 23-Jähriger gegen 5.20 Uhr an der Kreuzung Eberswalder Straße Ecke Schönhauser Allee in Prenzlauer Berg eine Frau angesprochen hat, um sie zunächst nach dem Weg zu fragen und anschließend zum Kaffee einzuladen, wie es bei der Polizei hieß. Drei unbekannte Männer, die ganz in der Nähe waren, sollen dieses Gespräch mit fremdenfeindlichen Parolen kommentiert haben. Wie Zeugen später aussagten, soll der 23-jährige gebürtige Indonesier daraufhin sehr aggressiv geworden und auf das Trio losgegangen sein. Zwei Zeugen haben laut Polizei noch versucht, ihn aufzuhalten, was ihnen aber nicht gelang.

Daraufhin schlug einer aus der Dreier-Gruppe dem Mann zunächst mit der Faust ins Gesicht, worauf er zu Boden ging. Danach wurde das Opfer am Boden liegend gezielt gegen den Kopf getreten. Die drei Männer flüchteten dann zu Fuß in Richtung Kastanienallee.

Das Opfer erlitt bei dem Übergriff einen Nasenbruch sowie eine schwere Verletzung eines Halswirbels, "die nach Angaben der behandelnden Ärzten als Vorstufe eines Genickbruchs angesehen werden kann", hieß es bei der Polizei. Wegen seines lebensbedrohlichen Zustands soll der Mann am Montag operiert werden.

Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

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