Gewalt in U-Bahnen : Wieder Verletzte nach Übergriffen in U-Bahnzügen

In der Nacht zu Sonntag kam es in der U-Bahn zu mehreren Übergriffen. Innensenator Frank Henkel sprach am Sonntag von „verabscheuungswürdigen Gewalttaten, die sich Berlin nicht bieten lassen kann“.

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In Siemensstadt wurde ein 21-Jähriger kurz vor 23 Uhr offenbar grundlos verprügelt – zuvor hatten die vier bis fünf Täter nach einer Zigarette gefragt, dann aber plötzlich zugeschlagen und getreten. Das Opfer erlitt mehrere Platzwunden im Gesicht. In Kreuzberg schlug ein Unbekannter auf einen 29-Jährigen ein: Der Mann hatte gegen 5 Uhr mit dem späteren Opfer gestritten und dann mehrmals gegen dessen Kopf geschlagen. Am U-Bahnhof Schlesisches Tor stieg der Täter aus; das Opfer rief die Polizei. Auf dem U-Bahnhof Rathaus Steglitz wurde ein 20-Jähriger von zwei Männern mit einem Messer bedroht und ausgeraubt. Die 19 und 20 Jahre alten Täter hatten sich nach den Funktionen des Mobiltelefons des Opfers erkundigt, dieses dann verlangt. Weit kamen die Täter nicht: Alarmierte Polizisten nahmen sie fest. Zudem sucht die Polizei mit Überwachungsbildern aus der U-Bahn drei junge Männer, die bereits im Juni eine 49 Jahre alte Frau am Bahnhof Zoologischer Garten gestoßen, bespuckt und mit Reizgas besprüht hatten.

Innensenator Frank Henkel (CDU) sprach am Sonntag von „verabscheuungswürdigen Gewalttaten, die sich Berlin nicht bieten lassen kann“. Die öffentlichen Verkehrsmittel seien kein rechtsfreier Raum, aber einige Schläger führten sich genau so auf. „Die Polizei wird alles tun, um diese rücksichtslosen Täter zu ermitteln“, sagte Henkel. „Dann sollten auch juristisch deutliche Zeichen gesetzt werden.

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