Islamfeindlichkeit : Festnahme nach Schweinekopf-Attacke vor Moschee

Nachdem vor zwei Monaten vor der Neuköllner Sehitlik-Moschee zwei abgetrennte Schweinsköpfe abgelegt worden waren, hat die Polizei nun einen Verdächtigen gefasst: Der 25-Jährige soll zur rechtsextremen Szene gehören.

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Zwei Monate nach der islamfeindlichen Schweinekopf-Attacke gegen die Sehitlik-Moschee in Berlin-Neukölln hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen.
Zwei Monate nach der islamfeindlichen Schweinekopf-Attacke gegen die Sehitlik-Moschee in Berlin-Neukölln hat die Polizei einen...Foto: dpa

Es war am 28. April dieses Jahres, als offenbar jemand nachts zwei abgetrennte Schweineköpfe vor die Sehitlik-Moschee am Columbiadamm in Neukölln abgelegt hatte. Der Staatsschutz kam relativ rasch auf die Spur eines 25-jährigen Deutschen. Der Grund: Beweismittel am Tatort führten die Ermittler zu dem Supermarkt, wo die Tierköpfe von dem Mann gekauft worden waren.

Bei einer Durchsuchung der Wohnung des Mannes am Donnerstag früh in Lichtenrade entdeckten die Beamten rechtsgerichtetes Propagandamaterial und weitere Beweismittel. Diese würden jetzt ausgewertet, hieß es bei der Staatsanwaltschaft. Dem 25-Jährigen wird Beschimpfung von religiösen Bekenntnissen und Beleidigung vorgeworfen. Bislang äußerte er sich nicht. Die Ermittler prüfen zudem, ob er für weitere islamfeindliche Taten in Frage kommt. Die Moschee war zuvor mit Farbbeuteln beworfen worden und erhielt Drohbriefe, in denen Ausländer unter Gewaltandrohung zur Ausreise ermahnt wurden.

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