Kreuzberg : Erst flogen Fäuste, dann ein Stuhl: Schlägerei bei arabischer Hochzeit

Eine arabische Hochzeitsfeier endete in der Nacht in einer Schlägerei. Dabei wurde auch ein Polizist verletzt. Ein Mann wurde festgenommen.

von

Um kurz vor Mitternacht waren mehrere Funkstreifenbesatzungen zu einem Festsaal in der Markgrafenstraße gerufen worden. Dort waren etwa 30 Gäste "in einer Rangelei verwickelt", wie es bei der Polizei hieß. Insgesamt waren laut Veranstalter rund 250 Leute bei der Feier anwesend.

Als die Beamten die Kontrahenten trennen wollten, seien die Gäste gegenüber der Polizei aggressiv geworden. Einer aus der Menge warf einen Stuhl nach den Beamten und traf dabei einen Polizisten. Dieser wurde leicht verletzt.

Die Festnahme eines Hauptverdächtigen gestaltete sich für die Beamten anschließend schwierig: Eine Vielzahl der Gäste behinderte die Polizisten bei der Arbeit, so dass die Beamten sich mit ihren Mehrzweckstöcken und mit der Hilfe von Pfefferspray den Weg durch die Menge bahnen mussten. 

Nach der Festnahme erklärte die Polizei die Veranstaltung für beendet und erließ mehrere Platzverweise. Die Besatzung eines Krankenwagens kümmerte sich um einige der Gäste, die durch das Pfefferspray Augenreizungen erlitten hatten.

 In der Vergangenheit war es schon häufiger bei arabischen oder türkischen Hochzeitsfeiern zu Handgemengen oder Schlägereien gekommen. Häufiger auch im Festsaal in der Markgrafenstraße. Im November vorigen Jahres wurde die Polizei zu einer Schlägerei zwischen Teilnehmern einer türkischen Hochzeit und Besuchern eines Cafés in die Markgrafenstraße alarmiert. 50 Leute prügelten dort mit Stühlen und Knüppeln aufeinander ein. Als die Beamten dazwischen gingen, wurden auch sie angegriffen.

Der zuständige Vermieter des Saal sagte dem Tagesspiegel gestern, dass er bislang noch nichts von einer Auseinandersetzung gehört habe. Ein hoher Schaden sei aber nicht entstanden,  vermutete er. "Dass sich Leute prügeln, kommt immer wieder mal vor: Auch in Diskos oder Kneipen. Das ist kein Problem arabischer oder türkischer Hochzeiten", betonte er.

Über den Hintergrund der Auseinandersetzung wussten weder er noch die Polizei gestern etwas.

 

Autor

44 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben