Kurt-Schumacher-Haus in Wedding : Randalierer werfen Steine auf Berliner SPD-Zentrale

In Wedding attackieren dutzende Maskierte Kurt-Schumacher-Haus und Jobcenter, zünden Müllcontainer an. Es gibt einen Bezug zur Rigaer Straße.

Die Landeszentrale der Berliner SPD in der Müllerstraße.
Die Landeszentrale der Berliner SPD in der Müllerstraße.Foto: Kitty Kleist-Heinrich

In Wedding hat eine Personengruppe von etwa 30 bis 50 Menschen in der Nacht auf Sonnabend Steine gegen das Kurt-Schumacher-Haus, gegen ein Jobcenter sowie ein Hotel in Wedding geworfen und mehrere Fensterscheiben beschädigt. Wie die Pressestelle der Polizei am Vormittag mitteilte, alarmierten Passanten kurz nach Mitternacht die Polizei in die Müller-, Ecke Burgsdorfstraße, nachdem die schwarz gekleideten und maskierten Personen Feuerwerkskörper entzündeten sowie mehrere Müllcontainer auf die Fahrbahn schoben, von denen ein Container in Brand gesetzt worden war.

Jobcenter wird mit Farbbeuteln beworfen

Im weiteren Verlauf sollen sich die Randalierer in mehrere Kleingruppen aufgeteilt und die Steine gegen die Einrichtungen geworfen haben. Gegen die Fassade des Jobcenters in der Müllerstraße warfen die Unbekannten mehrere Farbbeutel. Eine Gruppe von etwa fünf Personen wurde in der Gerichtstraße dabei beobachtet, wie sie einen Bauzaun in einzelne Teile demontierte und auf die Fahrbahn zog. Darüber hinaus wurde ein geparkter Pkw in der Gerichtstraße beschädigt.

"Jede Räumung hat ihren Preis"

Alarmierte Polizisten nahmen hier einen Tatverdächtigen im Alter von 25 Jahren fest, der von Zeugen festgehalten wurde und überstellten ihn dem Polizeilichen Staatsschutz beim Landeskriminalamt. Nach Informationen des Tagesspiegel ist der Mann bereits polizeibekannt wegen ähnlicher Delikten. Die anderen Randalierer flüchteten unerkannt. Passanten erzählten den Polizisten, dass die Personengruppe in der Müller- Ecke Burgsdorfstraße ein Transparent mit der Aufschrift „Jede Räumung hat ihren Preis“ mit sich führte und lautstark Bezug zur Rigaer Straße nahm.

Die linksautonome Szene macht wegen des anstehenden G20-Gipfels in Hamburg und nach der Räumung des Neuköllner Szeneladens Friedel54 in dieser Woche mobil. In der Rigaer Straße waren Polizisten in den vergangenen Wochen wiederholt angegriffen und verletzt worden. An dem Einsatz waren bis zu 35 Polizisten beteiligt. (Tsp)

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